14:59 18 November 2018
SNA Radio
    Ölsuche vor Alaska-Küste

    Obama will Ölsuche vor Alaska-Küste stoppen

    © Foto: U.S. Air Force / Aaron M. Johnson
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    1281

    Der scheidende US-Präsident Obama will keine Lizenzen für die Erkundung von Öllagerstätten vor der Küste Alaskas mehr vergeben, wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ Dienstag meldet.

    Demnach soll die Lagerstättenerkundung auf dem Großteil des US-Schelfs in der Tschuktschen- und Beaufortsee nördlich der Alaska-Küste verboten werden. Laufende Projekte von Energiekonzernen sollen von dem Beschluss ausgenommen werden. Kanada könne dem Beispiel seines Nachbarn folgen und vergleichbare Maßnahmen beschließen.

    Die Obama-Administration soll diese Entscheidung noch am Dienstag bekanntgeben, so Bloomberg. Über eine Aufhebung des Erkundungsverbots könne die US-Justiz dann jedoch erst nach langwierigen Prozessen entscheiden. 

    Mehr zum Thema: Wie Öl-Länder ihren angehäuften Reichtum wieder loswerden

    Das Geologische Amt der Vereinigten Staaten hatte am 16. November Informationen über das größte Öl- und Gasfeld des Landes veröffentlich: die Fracking-Formation „Wolfcamp“ im Bundesstaat Texas. Demnach betragen die dortigen technisch verfügbaren Ölreserven 20 Milliarden Barrel. Die Erdgasreserven belaufen sich insgesamt auf 16 Billionen Kubikfuß Gas plus 1,6 Milliarden Barrel Gaskondensat.

    Zuvor hatte „The Wall Street Journal“ über die Entdeckung großer Ölvorkommen in Alaska berichtet. Die Lagerstätte seien 480 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Bis zu 2,4 Milliarden Barrel Erdöl lagerten dort, hieß es.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Das Öl geht aus – und dann?
    Russland skeptisch zu Bewertungen des größten US-Ölfeldes
    Suche nach Öl-Lagerstätten in USA bringt unerwartetes Ergebnis
    CNN: Ölpreis gestiegen - doch viel zu spät für die USA
    Tags:
    Öl, Fracking, Barack Obama, USA, Alaska