SNA Radio
    Naftogaz

    Kiew will um jeden Preis Gastransit-Status erhalten und rechnet mit Europas Hilfe

    © Sputnik / Sergey Starostenko
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    3513173

    Ohne die Heranziehung europäischer Unternehmen zum Betreiben des Gaspipelinesystems wird es der Ukraine sehr schwer fallen, weiterhin Transitland für russisches Gas zu bleiben. Dies erklärte der Chef des nationalen Gasversorgers Naftogaz, Andrej Kobolew, im Gespräch mit dem ukrainischen TV-Kanal „5 Kanal“.

    Ihm zufolge ist Naftogaz faktisch bereit, sein Business mit jemandem zu teilen, um den Gastransit durch die Ukraine auch nach 2019 zu erhalten (wenn der Transitvertrag mit Russland abläuft – Anm. d. Red.).

    Kobolew nannte Russland einen „sehr starken Opponenten“, der Europa mit der Gaspipeline Nord Stream 2 ein vorteilhaftes Angebot macht. Sollten dieses Projekt und ebenso das Pipelineprojekt Turkish Stream in die Tat umgesetzt werden, könnte Moskau aufhören, Gas im Transit über die Ukraine zu liefern, meint Kobolew und betont, dass das Gas für die Europäer in diesem Fall teurer werden würde.

    Zuvor hatte der „Forbes“-Journalist Kenneth Rapoza auf die Angaben des Verbandes Europäischer Fernleitungsnetzbetreiber für Gas (kurz ENTSOG) aufmerksam gemacht, laut denen das Volumen des aus Russland im Transit durch die Ukraine nach Europa gelieferten Gases in der letzten Woche merklich gesunken sei.

    Seines Erachtens sollte Kiew vor dem Hintergrund dieser Angaben darüber nachdenken, was aus der Energiewirtschaft des Landes werden soll, sobald der Zustrom der „leichten Gelder“ für den Transit des russischen Gases aufhört.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Nord Stream 2 geht auf Grund: Vorvertrag über Bau des ersten Rohrs unterzeichnet
    Gazprom erwirbt 50-Prozent-Anteil an Nord Stream 2
    Putin zu Nord Stream 2: Erklärung zu angeblicher Gas-Abhängigkeit von Moskau „dumm“
    Nord Stream 2 – ist der Weg wirklich „Politiker-frei“?
    Tags:
    Turkish Stream, Forbes, Ukraine, Europa, Kiew