17:55 19 Januar 2017
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    Sanktionskrieg gegen Russland kostete Europa Hunderttausende Jobs Medien

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (58)
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    Die gegen Russland verhängten Sanktionen haben die EU-Staaten alleine im Jahr 2015 fast 17,6 Milliarden Euro gekostet, wie die österreichische Zeitung „Der Standard“ schreibt.

    Kolumnist Günther Oswald bezieht sich dabei auf eine neue Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo),  welches für die EU-Länder (ohne Kroatien – Anm. d. Red.) einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um 17,6 Milliarden Euro ermittelte. Dadurch seien insgesamt fast 400.000 Jobs weggefallen.

    In Österreich sei die Wirtschaftsleistung wegen des Sanktionskriegs im Jahr 2015 um 550 Millionen Euro niedriger ausgefallen, etwa 7000 Arbeitsplätze seien verlorengegangen. In Deutschland lag der Schaden bei etwas über sechs Milliarden Euro und kostete 97.000 Bürger ihre Jobs.

    „Ein großer Anhänger der Russland-Sanktionen durch die EU war die rot-schwarze Regierung nie“, schreibt der österreichische Kolumnist. Noch im November erklärte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), dass Wien gegen Verschärfung oder Verlängerung der Sanktionen auftrete.

    Oswald betont dabei unter Berufung auf die Ergebnisse der neuen Studie, dass die Handelsbeziehungen zwischen Russland und den EU-Staaten auch ohne den Handelskrieg stark gelitten hätten. Grund dafür seien vor allem der Ölpreisverfall und die Abwertung des Rubels. Dadurch verteuerten sich die Importe aus dem Ausland, worunter das Geschäft mit anderen Staaten erheblich litt.

    Die EU hatte am 19. Dezember 2016 die Wirtschaftssanktionen gegen Russland offiziell um weitere sechs Monate verlängert. EU-Vertreter wiesen dabei darauf hin, dass die Dauer der Sanktionen von der Umsetzung der Minsker Abkommen zur Ukraine-Krise abhänge.

    Im Kreml hatte man zuvor mehrmals betont, dass Russland keine Seite des innerukrainischen Konflikts sei; daher sei es sinnlos, die Sanktionen mit der Erfüllung der Vereinbarungen zu verbinden.

    Die EU und die USA waren im Juni 2014 von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu einschränkenden Maßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. Im Gegenzug erließ Moskau ein Einfuhrverbot für Lebensmittel aus den Ländern, die Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (58)

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    Ölpreis, Schaden, Sanktionen, Minsker Vereinbarungen, Russland, Österreich, Europäische Union
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    Alle Kommentare

    • b.thuemmler
      Dami wurde doch alles erreicht, Europa zu schädigen und die Freundschaft zu Russland zu zerstören und die dämliche EU, an voran Merkel und Co, hat mitgemacht. Ein verbrecherischer Plan der US-Banditen unter Führung von Obama und Konsorten.
      Die Einzigen die gestählt daraus hervorgegangen sind ist Russland, meine Hochachtung und alles Gute für Euch und Euren Präsidenten Wladimir Putin. Schade, dass Europa von US-Speichelleckern und Dummköpfen regiert wird.
    • peter_burgermeister
      Das abgrundtief korrupte EU-Politikerpak - und allen voran das Deutsche Merkel-Regime und die absolut erbärmliche Hollande-Bande - sollte in gnadenloser härte zur Verantwortung gezogen werden.
      Damit wurden Millionen Existenzen zerrstört!

      Aber absolutes Lob für Präsident Wladimir Putin, seine Regierung und das Russische Volk! Die Ausgangslage für Russland nach 2 1/2 Jahren Anglo-Zionistischem Sanktionsterror ist besser den je und selbst die Landwirtschaft hat einen absoluten Schub erfahren, welcher bald Weltmassstab sein wird.
    • KARLSSEN
      Die genannte Zahl kann man ruhig mit einem Faktor 10 multiplizieren. Viele sind indirekt betroffen und die Regierungen verschweigen einige Zahlen einfach bewusst.
    • GermaneAntwort anKARLSSEN(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      KARLSSEN, Schließe mich voll umfänglich an !
    • josef.giacomuzzi
      Die von den USA inszenierten Sanktionen gegen Russland, von den Gurken in Brüssel sowie Merkel & Co unterstützt, sind ein klassischer und stinkdummer Knieschuss. Paranoide Selbstüberschätzung und Minderschätzung Russlands s als Partner, zeichnen einen politischen Gau. Die Regierung Merkel mit Steinmeier, Gabriel, Altmaier, Röttgens usw. benehmen sich wie eine Hasstruppe gegen ein europäisches stolzes Volk. Was für Proleten sind an der Spitze Deutschlands angekommen? Vollmundige Verbalakrobaten mit einem Allgemeinwissen einer Schneckenkolonie haben Europa an den Abgrund gebracht.
    • otto3
      Aus meiner Sicht entwickelt sich zunehmend auch die Empfindung, dass in Deutschland (ggf. auch partielle Bereiche der Medien) bestimmte "Herren" der Gesellschaft in einem rechtsfreien
      Raum agieren.
    • Jakkede
      Ja Frau Merkel, danke dafür, wir werden es Ihnen nie vergessen.
    • zivilist
      Naja, aber noch von Libyen hat sich der Westen 200 Mrd eingefroren, + Libysches Inlandsvermögen, und so gedachte er weiterzumachen. Aber die Beute wird knapp.
    • pazi
      Große Nachteile gibt es auch für und in Russland, gute Zusammenarbeit ist natürlich besser; dazu gehören aber auch diplomatische Lösungen, und keine einseitigen Grenzänderungen.
    • WienerKarlAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, Nur die Eliten, die Beute wird von diesen Menschenvernichtern nur untereinander geteilt, momentan kommt es offenbar zu internen Streitereien, einige dürften die Gier übertrieben haben.
    • studAntwort anKARLSSEN(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      KARLSSENKARLSSEN, Sie verschweigen nicht nur das, sondern dass ihre Banken nicht ihre Banken sind, dass diese Banken seit 1945 mit US-Währung aufgeblasen sind, dass sie nicht mal eine Einspielung auf Wirtschaft hatten, dass alle Regierungen seit eben 1945 von und für USA da sind, dass sie alles vernichten werden was sich in Europa entwickelt hat (seit 1945), was die Länder verlieren, interessiert niemanden, denn die Banken werden mit dem zehnfachen wieder aufgefüllt und 1000 000 die ihr Job verloren haben bekommen Sozialhilfe, was ist daran nue?
      Bringe ein Schaff zu einem Spiegel, wenn siehst du da?
    • wassermann1-lack
      Nach Anweisung aus den USA und Brüssel stand Deutschland mit den Sanktionen gegen Rußland ganz vorne. Hauptsache Rußland schaden, koste es der eigenen Wirtschaft, was es wolle. Politisch haben diese Sanktionen nicht das Geringste bewirkt. Nur erstaunlich, daß sich die deutsche Wirtschaft diesen Schwachsinn gefallen läßt.
    • Pjotr Alexejew
      Fatale Niederlage für die transatlantische Raubmafia. Gott sei ewig Dank, dass in diesen schwierigen Zeiten Russland und alle seinen Allierte fabelhafte Diplomaten in der Führung haben. Der Westen kann nichtmal einen einzigen Politiker nennen, der den Mut hätte sich gegen diesen Abschaum der Menschheit zu wenden. Als Vasallenwürme gleichgeschaltet aber sehr gut ernährt kriechen sie fleißig im warmen Rectalbereich der Geldmacht herum, wohl wissend, dass beim Kriechen man nicht stolpert. Eckelhaft...
    • Tesla
      So wurde schon früher Britische Konkurrenz ausgeschaltet und heute die Amerikanische.
      Allerdings geschah das bisher immer durch Hassverbreitung unter allen Konfliktseiten und darauffolgenden Kriegen, bei denen die Briten und Amerikaner sogar noch ihre Wirtschaft stärken konnten.

      Gibt es etwas besseres, als wenn die Konkurrenz selbst beschliesst, sich freiwillig von Geschäften, an einem der lukrativsten und schnell wachsenden Märkte und dazu noch in der unmittelbaren Nachbarschaft, fernzuhalten? Nein!
      Ganz so dumm war diese Entscheidung allerdings nicht, denn die EU ist sehr erpressbar. Insgeheim wissen das auch die Russen.

      Wer es geschafft hat alle Brüdervölker Jugoslawiens in einen Krieg zu stürzen und sogar in einem Pseudostaat "Ukraine" Russen gegen Russen kämpfen zu lassen, was könnte so jemand erst inerhalb der EU veranstalten, wo jedes Land eine eigene Sprache, eigene Kultur, eigene Geschichte und zum Teil sogar eigene Relligion oder eigene Hautfarbe hat?

      Eine Vasalenstellung ist den Europäern zur Zeit gewiss.
      Erst wenn Russland und China noch stärker werden und wenn die Amerikaner zunehmend aus Europa vertrieben werden (auch die NSA und NATO), erst dann werden europäische Staaten eigene Entscheidungen zugunsten ihrer Bevölkerungen treffen können, ohne dabei Angst vor Kriegen zu haben.

      Zuerst kommt allerdings die Lösung der Probleme in Süd- und Ostasien an die Reihe, da diese Region den weltweiten Finanz- und Wirtschaftsplatz Nummer 1 bilden soll. Das bereitet der US-Schattenelite am meisten Kopfschmerzen, weshalb jetzt eine plötzliche Kursänderung "gemeinsam mit Russland gegen China" durchgeführt werden soll. Russland wird das nicht mitmachen und den den Kurs "mit China, mit USA und mit jedem der es will, allerdings nicht gegen jemanden sondern für beiderseitige Wirtschaftsinteressen und zur Stärkung Russlands und der russischen Nachbarschaft" verfolgen.

      Die von Shinzo Abe angekündigte neue Verfassung (ohne US-Diktat) für Japan und anschliessend ein Friedensvertrag mit Russland würde eine sehr grosse Wende für die Welt bedeuten. Die Frage ist nur, wie entschlossen die Japaner wären, diesen Schritt auch dann umzusetzen, falls Shinzo Abe etwas zustossen würde?!

      Warum Japan geopolitisch für Russland so wichtig ist? Erstens ist er die drittstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, ausserdem kann es nur Vorteile bringen, wenn sich nicht auf allen Seiten Russlands nur feindselige Nachbarn befinden. Im Süden Russlands (China, Indien, Mongolei, Kasachstan, Iran, Türkei) befinden sich jetzt fast nur Freunde, im Osten (Japan, Korea) hoffentlich bald auch und dann bleibt es nur noch die schwächelnde EU umzustimmen um den Westen Russlands (Ukraine, Polen, Baltische Staaten) zu stabilisieren.

      Sollte es so weit kommen, dann könnte sich kein anderes Staat der Wält mit dem Potenzial Russlands messen. Für diese Zeit würde ich den Russen empfehlen, sehr viele Eisbrecher zu bauen.
    • zimbo
      Rotschwarz waren für die Sanktionen.

      Nur Blau war dagegen.
    • zimbo
      Grad derstandard hat immer brav gegen RU gehetzt.
    • josef.giacomuzzi
      Zusehends wir klar, was die Brüsseler Gurken und Merkel angerichtet haben. Ein Megaversagen an Verstand und Ressourcenverschleuderung auf Kosten der EU Bürger. Das Vertrauen in den EU Rat ist zerstört. Die Entscheidung Russland auszugrenzen bzw. zu sanktionieren postuliert diese Truppe als Träumer und Lachnummern. Diese Blindgänger werden bei der nächsten Wahl ihre Quittung bekommen, was aber an der brenzligen Situation nicht viel ändern wird. Die Globalisierung wird sich nicht durchsetzen und nur ein Wunder könnte uns von einer misslichen Zukunft retten.
    • Ullrich Heinrich
      Dabei ist die Leistung der deutschen Ökonomie nicht hoch genug zu bewerten sein, lebt man doch derzeit in Deutschland mit einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote und höchten Beschäftigung.
      Man kann hierzulande also völlig problemlos auf die derzeit sanktionierten Geschäfte verzichten.
    • boroser1502
      Sanktionskrieg gegen Russland kostete hunderttausende
      Jobs in Europa (Sputnik- Schlagzeile).

      Man kann die Folgen der Sanktionen erweitern:

      Neuer Jobverlust brachte für viele Menschen neue Armut,
      neue Perspektivlosigkeit, Verlust von Vertrauen in die EU.

      Europa (EU) ist ein grosser Name und ein grosses Versprechen.

      Leider brachten die Sanktionen gegen Russland für die EU und
      die Menschen in der EU viele Rückschritte.

      Die Perspektivlosigkeit vieler durch Wirtschaftskrise und Joberlust
      in der EU infolge Sanktionen gegen Russland brachte Depression
      und Rückschritt.

      Die EU hat den Rückwartsgang eingelegt und wundert sich, dass
      wir nicht vorwärts kommen.
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