01:44 24 September 2020
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    Die US-amerikanische Ratingagentur Moody’s hat einer Strafe in Höhe von 864 Millionen Dollar (etwa 812 Millionen Euro) für die Verzerrung von Bewertungen vor der Weltfinanzkrise 2008 zugestimmt, wie das US-Justizministerium auf seiner offiziellen Webseite mitteilt.

    Die US-Behörde und 21 amerikanische Bundesstaaten werfen der Ratingfirma vor, Kreditratings zum eigenen Vorteil verzerrt zu haben. Hochriskante Wertpapiere seien viel zu positiv bewertet worden, was Kunden zum Kauf der Papiere verleitet habe, deren Risiko ihnen nicht bewusst gewesen sei. Dies soll zu Turbulenzen an den Finanzmärkten geführt haben, was letztlich auch ein Grund für die Rezession in den Folgejahren gewesen sei.

    Die Ratingagentur soll darauf beharrt haben, alle Informationen seien zuverlässig und entsprächen allen Standards. Dennoch habe Moody’s Teile seines Fehlverhaltens eingestanden, heißt es.

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    Tags:
    Finanzkrise, Finanzmarkt, Wertpapiere, Rating, Moody’s, USA