SNA Radio
    Gas-Pipelines

    Wieder ukrainische Gaskäufe in Russland? EU-Kommission vermittelt

    © Foto: Gazprom
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Russisch-ukrainischer Gasstreit (231)
    15689

    Die Ukraine ist bereit, wieder russisches Gas zu kaufen, und hat das notwendige Geld dafür, wie der Vizepräsident der EU-Kommission, Maroš Šefčovič, am Donnerstag sagte. Ihm zufolge werden die rechtlichen Aspekte der möglichen Lieferungen noch besprochen.

    „Wir stehen in gutem persönlichen Kontakt zu den beiden Seiten – der russischen und der ukrainischen“, so Šefčovič. Ihm zufolge hat er mit dem russischen Energieminister Alexander Nowak mehrmals gesprochen. „…Wir stehen nun im Briefwechsel und unterhalten direkte telefonische Kontakte miteinander“, so der EU-Beamte.

    Nowak habe erklärt, dass Russland bereit sei, bei Bedarf Gas zu liefern. „Das Positive daran ist, dass die Ukraine zum Kauf bereit ist und entsprechende Finanzmittel dafür besitzt“, ergänzte Šefčovič.

    Im Dezember 2016 hatten in Brüssel Gasverhandlungen zwischen Moskau und Kiew stattgefunden. Die Seiten sind bei der Einschätzung der Ergebnisse des Treffens auseinander gegangen. Laut dem russischen Energieminister waren die Verhandlungen konstruktiv verlaufen. Wie der Chef des ukrainischen Gasversorgers Naftogaz, Andrej Kobolew, sagte, wurde keine Vereinbarung erzielt. Er verwies auf die Notwendigkeit, ein Zusatzabkommen zu unterzeichnen.

    Die Ukraine kauft seit Ende November 2015 kein Gas mehr in Russland. Sie bezieht Gas aus Europa und erklärt dies „mit einem niedrigeren Preis“. Wie Kobolew im Juli zugegeben hatte, hat der russische Konzern Gazprom Kiew Gas zu einem günstigeren Preis angeboten als die europäischen Gaslieferanten. Zugleich merkte der Naftogaz-Chef an, der Markt sei volatil, und es bestehe eine Tendenz zur Preissenkung auf den europäischen Märkten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russisch-ukrainischer Gasstreit (231)

    Zum Thema:

    Schock für Kiew: EU erlaubt Gazprom verstärkte Gastransporte – um Ukraine herum
    Gazprom-Chef: Kiew hat 500 Mio Dollar EU-Geld nur für russisches Gas zu zahlen
    Kiew schlägt EU vor, russisches Gas an ukrainisch-russischer Grenze zu kaufen
    Kiew will Strafzahlung seitens Gazprom in Milliardenhöhe durchsetzen
    Tags:
    Gaslieferungen, EU-Kommission, Naftogaz, Gazprom, Andrej Kobolew, Alexander Nowak, Russland, Ukraine