07:45 22 Januar 2018
SNA Radio
    Finanzkrise in Griechenland

    Noch 20 Jahre hohe Arbeitslosigkeit? - IWF-Prognose schockiert Athen

    © AP Photo/ Petros Giannakouris
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    16444

    Die Prognosen des Direktors der Europa-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF), Poul Thomsen, über die Perspektiven der griechischen Wirtschaft haben die Regierung in Athen schockiert. Laut dem dänischen Wirtschaftswissenschaftler können die Griechen nicht früher als in 21 Jahren mit einer „hellen Wirtschaftszukunft“ rechnen.

    Thomsen erläuterte zuvor in Washington, man könne eine Rückkehr der Arbeitslosigkeit in Griechenland auf das Vorkrisen-Niveau nicht früher als im Jahr 2038 erwarten. Dabei betonte er, eine Verringerung der Arbeitslosigkeit auf ein Niveau von weniger als zehn Prozent werde in Italien zwölf Jahre betragen, in Portugal zehn Jahre, in Spanien sechs Jahre.

    In Griechenland lag die Arbeitslosigkeit 2010 bei 29 Prozent, was ein europäischer Antirekord war. Die staatliche Verschuldung Griechenlands in Bezug auf sein BIP erreichte 180 Prozent.

    Die Regierung in Athen kritisierte die Prognosen des IWF-Experten und betonte, Thomsen habe bereits mehrmals mit seinen Einschätzungen falsch gelegen.

    Zum Thema:

    Bei Eiseskälte: Ein Einblick in die Lage der Flüchtlinge in Griechenland
    Lang gesuchte Terroristin Pola Roupa in Griechenland gefasst
    Griechischer Botschafter in Brasilien tot aufgefunden – Mord aus Eifersucht?
    Griechisches Winterwunder: Athen versinkt im Schnee – FOTOs + VIDEO
    Tags:
    Arbeitslosigkeit, Finanzkrise, IWPR, Griechenland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren