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    FSB-Zentrale in Moskau

    Eigentor: US-Sanktionen gegen FSB drängen Silicon Valley ins Abseits

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (113)
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    Die Sanktionen des ehemaligen US-Präsidenten Obama gegen den russischen Inlandsgeheimdienst FSB können vor allem den US-Technologiekonzernen schaden, berichtet die Wirtschaftszeitung „RBC“.

    Die US-Anwaltskanzlei Baker McKenzie beispielsweise habe ihre Kunden vor geschäftlichen Kontakten zur russischen Sicherheitsbehörde bereits gewarnt. Der Grund: Die Zulassung für den Import elektronischer Geräte, die mit Verschlüsselung arbeiten, erteile in Russland der FSB. Geht es also um die Einfuhr von Smartphones, Tablets oder drahtlosen PC-Mäusen, muss der Geheimdienst dem zustimmen.

    Zu dumm also, dass gegen die Behörde US-Sanktionen verhängt wurden. „Die Auswirkungen auf bestimmte US-Firmen und Unternehmen können schwerwiegend sein“, warnt die Anwaltskanzlei. Amerikanische Technologiekonzerne würden jetzt wohl Genehmigungen beim Finanzministerium der Vereinigten Staaten einholen müssen, um diese dem russischen FSB vorzulegen, heißt es.

    Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hatte Ende Dezember, kurz vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit, weitere Sanktionen gegen Moskau verhängt. Er begründete seine Entscheidung damit, dass Russland angeblich die Souveränität und die Integrität der Ukraine verletze. Konstruktive Beziehungen zu Russland seien jedoch wichtig, betonte er dabei.

    Insgesamt hatte der ehemalige US-Präsident drei Sanktionsdekrete erlassen: Zwei im März und ein weiteres im Dezember 2014. Japan, Australien und die Europäische Union hatten sich diesen Maßnahmen angeschlossen.

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (113)

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    Tags:
    Sanktionen, USA, Russland
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