20:03 23 Oktober 2018
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    Polen ist ein Risiko für russische Gaslieferungen nach Europa - Gazprom

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    Bei Gaslieferungen nach Europa durch Polen besteht es Risiko, da Warschau die neuesten Bedingungen für den Gastransit nicht akzeptiert hat, wie Gazproms Vize-Vorstandschef Alexander Medwedew gegenüber Reuters sagte.

    „Wir wissen, dass Polen den Transitdeal nicht verlängern will. Dies birgt ein Risiko für Gaslieferungen in europäische Länder, darunter auch nach Deutschland“, so Medwedew.

    Das polnische Öl- und Gasunternehmen PGNiG  hatte zuvor angekündigt, den Vertrag mit Gazprom nach dessen Ablaufen nicht mehr verlängern zu wollen. Der Vertrag war 1996 unterschrieben worden und  läuft 2022 aus. Gemäß dem Abkommen kauft Polen jährlich 10,2 Milliarden Kubikmeter Gas von Russland. Dabei beträgt der Gasbedarf des Landes insgesamt 15 Milliarden Kubikmeter.

    Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hatte nach Angaben der PGNiG Ende Dezember die Entscheidung der EU-Kommission zur Gas-Pipeline Opal gestoppt und der Beschwerde Polens stattgegeben. Warschau meinte, dass bei einem größeren Zugriff des russischen Unternehmens Gazprom auf die Opal-Pipeline die Abhängigkeit zentraleuropäischer Länder von russischem Gas weiter steige.

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    Gaslieferungen, Risiko, Gazprom, Alexander Medwedew, Europa, Polen, Deutschland, Russland