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    Stahlproduktion

    Russland verklagt EU bei WTO

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    Russland hat bei der Welthandelsorganisation WTO die von der Europäischen Union verhängten Anti-Dumping-Zölle auf Stahl angefochten. Die EU hatte am 5. August Anti-Dumping-Zölle gegen einzelne Stahlproduzenten aus Russland erlassen. Der Aufschlag beträgt demnach zwischen 18,7 bis 36,1 Prozent.

    Russland wirft der EU vor, bei der Anti-Dumping-Untersuchung mehrfach gegen die WTO-Regeln verstoßen zu haben. Deshalb habe die Moskau am 27. Januar bei der EU um Konsultationen angefragt, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

    „Konsultationen sind der erste Schritt zur Beilegung eines Streits in der WTO, um gegenseitig annehmbare Lösungen zu finden“, hieß es. Wenn der Streit so nicht beigelegt würde, würde Russland die Bildung eines Schiedsgerichts beantragen.

    Von den EU-Zöllen sind unter anderem die Stahlgiganten Severstal und NLMK betroffen, die 2015 rund 200.000 bzw. 350.000 Tonnen Kaltwalzgut in die EU lieferten.

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    Tags:
    Anti-Dumping-Zoll, Klage, Stahl, WTO, Russland, Europäische Union