17:37 17 Februar 2020
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    Nach der 425-Millionen-Dollar-Strafe an die New Yorker Finanzaufsicht muss die Deutsche Bank nun auch in London büßen. Wegen der Geldwäsche-Affäre muss das deutsche Geldhaus umgerechnet 190 Millionen Euro an die britische Finanzaufsicht zahlen, wie die Wirtschaftszeitung „Kommersant“ berichtet.

    Grund für die Strafe sind Manipulationen mit russischen Wertpapieren in den Jahren 2012-2015, wie die Zeitung berichtet. Die Bank sei unfähig, Geldwäsche im notwendigen Maß zu kontrollieren. Die Deutsche Bank habe „das britische Finanzsystem dem Risiko eines Finanzverbrechens“ ausgesetzt, hieß es vom britischen Regulierer. Demnach haben unbekannte Kunden in den Jahren 2012-2015 über die Deutsche Bank rund zehn Milliarden US-Dollar aus Russland auf Offshore-Konten überwiesen.

    Wie jüngst bekannt wurde, muss die Deutsche Bank auch in den Vereinigten Staaten wegen sogenannter „Mirror Trades“ eine Millionenstrafe zahlen. Nach Ansicht der US-Finanzbehörde haben die Geldwäschepraktiken dazu geführt, dass rund zehn Milliarden US-Dollar aus Russland geschleust werden konnten.

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    Deutsche Bank, Großbritannien, USA, Russland