07:22 21 November 2017
SNA Radio
    Ein Hahn in Deutschland

    Russland stoppt Geflügel-Import aus Deutschland

    © Flickr/ Kai Schreiber
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    471625234210

    Die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor will wegen der grassierenden Volgelgrippe die Einfuhr von Geflügel aus Deutschland, Österreich sowie weiteren 13 EU-Ländern aussetzten, wie die Sprecherin des russischen Lebensmittelamts Julia Melano mitteilt.

    Das Verbot soll voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen in Kraft treten. Demnach wird auch die Einfuhr aus 30 Gebieten folgender deutscher Bundesländer verboten: Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen, Bayern. Außer Deutschland sollen die Maßnahmen auch für den Geflügel- und Eier-Import aus Österreich, Großbritannien, Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Slowakei, Frankreich, Kroatien, der Tschechischen Republik und Schweden gelten.

    Zuvor war berichtet worden, dass eine neue Variante der Vogelpest Betriebe in Norddeutschland befallen habe. Im Rahmen der Gegenmaßnahmen wurden hunderttausende Küken und ausgewachsene Vögel getötet. Die Vogelgrippe H5N8 breitet sich seit Ende 2014 in ganz Europa aus. Inzwischen sind fast alle Bundesländer mit Ausnahme des Saarlands betroffen. Ende Januar wurde in Deutschland auch ein neuer Virustyp entdeckt: H5N5.

    Die Vogelgrippe, auch als Aviäre Influenza bekannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit und befällt vor allem Hühner, aber auch Wildvögel und Fasane. Sie war erstmals 1997 in Hongkong vorkommen. Damals wurden dort ganze Farmen geschlossen. Um die Krankheit zu bekämpfen, wurden insgesamt 1,5 Million Hühner getötet.

    Es gibt zurzeit keine Hinweise darauf, dass das Geflügelpestvirus H5N8 auf den Menschen, Hunde und Katzen übertragbar ist

    Tags:
    H5N8, H5N5, Vogelgrippe, Rosselchosnadsor, Europa, Österreich, Deutschland, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren