03:31 22 November 2019
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    Ukrainisches Turbinenunternehmen „Motor Sitch“

    Trotz Kooperationsstopp: Ukrainische Triebwerke für russisch-chinesische Hubschrauber

    © Sputnik / Marina Lyszewa
    Wirtschaft
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    Das ukrainische Turbinenunternehmen „Motor Sitch“ kann neue Triebwerke für den russisch-chinesischen, schweren zivilen Hubschrauber AHL herstellen, wie die russische Zeitung „Kommersant“ am Montag berichtet.

    „Trotz eines Kollapses in der Zusammenarbeit zwischen Kiew und Moskau im Bereich des Triebwerkbaus kann sich das ukrainische Unternehmen,Motor Sitchʻ an dem russischen-chinesischen Projekt zum schweren Hubschrauber AHL beteiligen und die Turbomotoren des Typs AI-136T für die neue Flugmaschine zur Verfügung stellen“, schreibt das Blatt.

    Falls ein solches Format der Kooperation misslinge, sollten sich Russland und China selbst – ohne Beteiligung der Ukraine – mit dieser Frage beschäftigen.

    Wie die Zeitung weiter schreibt, arbeitet „Motor Sitch“ direkt mit dem chinesischen Unternehmen Avicopter zusammen. Die Verträge über die Lieferung des neuen Turbotriebwerks AI-136T sollen bereits abgeschlossen worden sein. „Die Entscheidung über ein Triebwerk trifft der Besteller, also die chinesische Seite“, heißt es aus der russischen Holding „Wertoljoty Rossii“ (zu Deutsch: „Hubschrauber Russlands“).

    Am Donnerstag hatte der russische Regierungschef Dmitri Medwedew das Abkommen mit China über die Entwicklung eines schweren Helikopters genehmigt. Laut der Holding „Hubschrauber Russlands“ erreichen die entsprechenden Verhandlungen ihre Finaletappe.

    Anfang 2015 hatten Russland und China die gemeinsame Entwicklung eines schweren zivilen Hubschraubers AHL vereinbart. China beschäftigt sich gemäß den Vereinbarungen mit Tests, der Zertifizierung sowie Serienherstellung. Russland soll Technologien und Hubschraubersysteme entwickeln. Anfang 2016 war mitgeteilt worden, dass der Hubschrauber nur für den chinesischen Markt entwickelt werde. Ein Problem bestand aber demnach in einem Triebwerk. Damals teilte der Ex-Chef der Holding „Hubschrauber Russlands“, Alexander Micheew, mit, dass das ukrainische Triebwerk D-136 in die Flugmaschine installiert werden könne.

    Die ukrainische Regierung hatte im August 2015 das Regierungsabkommen mit Russland über die Kooperation im Verteidigungsbereich aufgelöst. Dabei handelt es sich um das Abkommen vom 18. November 1993.

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    Tags:
    Triebwerk, Kooperation, Hubschrauber, Motor Sitsch, Hubschrauber Russlands, Russland, Ukraine, China