17:47 18 Dezember 2018
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    Kohlegrube Batschatski im Donbass

    Energiehunger in Ukraine: Kiew sieht sich zu Notstandsverkündung gezwungen

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    Der ukrainische Energiestab erwägt die Einführung des Ausnahmezustandes in der Energiewirtschaft wegen des Kohlemangels, der durch die Einstellung der Kohlelieferungen aus dem Donbass verursacht worden ist. Das teilte der ukrainische Premier Wladimir Groisman mit.

    „Auf der Tagesordnung des Energiestabes steht jetzt die Frage, ob es zweckmäßig ist, den Ausnahmezustand über die ukrainische Energetik zu verhängen und einen Plan zu erstellen und Vorschläge vorzubringen, die unter anderem rotierende Stromabschaltungen beinhalten“, sagte Groisman bei einem Treffen mit seinem moldawischen Amtskollegen Pavel Filip in Kiew.

    Groisman zufolge ist die Donbass-Kohle für die Energiesicherheit des Landes kritisch wichtig. Nach seinen Angaben sind zehn Millionen Tonnen Anthrazitkohle von den 30 Millionen Tonnen, die jährlich von den ukrainischen Heizkraftwerke verbraucht werden, aus dem Donbass geliefert worden.

    Ukrainische Freiwilligen-Bataillone hatten Ende Dezember 2016 begonnen, die Handelsverbindungen mit den selbsterklärten Republiken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) und den Eisenbahnverkehr mit den von Kiew abtrünnigen Gebieten zu blockieren.

    Laut den Behörden in Kiew ist die Arbeit der ukrainischen Heizkraftwerke bedroht.

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    Ausnahmezustand, kohle, Pavel Filip, Wladimir Groisman, Donbass, Ukraine