03:30 20 November 2019
SNA Radio
    Kohlegrube im Donbass (Archivbild)

    Kiew drohen Stromabschaltungen - Ukrainische Regierung ordnet Sonderschritte an

    © Sputnik / Alexei Kudenko
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    342537
    Abonnieren

    Angesichts der Blockade des abtrünnigen Donbass hat die Regierung der Ukraine Sonderschritte bei der Stromversorgung angeordnet. Das wurde am Mittwoch in der Hauptstadt Kiew offiziell mitgeteilt.

    „Der Beschluss ist gefasst. Strom wird nur in äußersten Fällen abgeschaltet, worüber wir im Voraus informieren werden“, sagte Ministerpräsident Wladimir Groisman in einer Kabinettssitzung. Derzeit sei von Abschaltungen keine Rede.

    In der Ukraine droht die Stromversorgung zusammenzubrechen, weil es im Land akut an Anthrazitkohle mangelt, mit der ukrainische Kraftwerke betrieben werden. Die meisten Anthrazitreserven lagern im Donbass, gegen den ukrainische Radikale eine Blockade verhängt haben. Der Kfz- und der Eisenbahnverkehr mit den von Kiew nicht kontrollierten Territorien der Gebiete Donezk und Lugansk ist komplett lahmgelegt.

    Zugleich hat sich die Ukraine demonstrativ geweigert, Strom in Russland zu kaufen. Die Führungen der selbst ernannten Republiken Donezk und Lugansk erklären sich bereit, Kohle an Kiew zu verkaufen, nachdem die Radikalen ihre Blockade aufgehoben haben.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Totalblockade des Donbass schadet allen - ukrainischer Politiker
    Energiehunger in Ukraine: Kiew sieht sich zu Notstandsverkündung gezwungen
    Stromblockade der Krim beendet – Erster Strom fließt vom russischen Festland
    Totale Blockade: Krim wirft Kiew Genozid vor und will UN einschalten
    Tags:
    Sonderschritte, Stromversorgung, Probleme, Blockade, Wladimir Groisman, Donbass, Ukraine