06:13 29 September 2020
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    Die Verringerung der Erdölförderung und der Anstieg der Ölpreise können dem russischen Staatshaushalt gleich Mehreinnahmen in Höhe von umgerechnet knapp 25 Milliarden Euro (1,5 Billionen Rubel) bringen, wie am Donnerstag Russlands Energieminister Alexander Nowak mitteilte.

    Nowak betonte, dass wir heute Ölpreise zwischen 40-45 Dollar pro Barrel hätten, wäre keine Vereinbarung mit der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) erzielt worden. Nun aber gebe der Unterschied zwischen dem gegenwärtigen Ölpreis, der bei 55 Dollar je Barrel liege, und jenem, der hätte sein können, „dem Staatshaushalt und den Unternehmen mindestens 110 Millionen Dollar zusätzlicher Einnahmen pro Tag“.

    Wie der Energieminister ferner betonte, können diese qualitativen Ergebnisse nur dann erzielt werden, wenn sich alle interessierten Seiten hundertprozentig an die getroffenen Vereinbarungen halten. Ein kompliziertes Problem sei es indes, den genauen Umfang der Ölförderung in den erdölexportierenden Ländern zu kontrollieren.

    „Die Methodik, darüber Buch zu führen, ist in den Ländern unterschiedlich, zudem existieren Stimuli, diese Angaben zu verzerren“, meint Rustam Tankajew, Experte des Verbandes der Öl- und Gasindustriellen.

    Russland plane, seine Erdölförderung im Februar und März 2017 um mehr als 100.000 Barrel pro Tag zu drosseln, teilte Nowak zudem mit. Das Erdölkartell OPEC habe sich Ende des Jahres 2016 verpflichtet, die Ölförderung insgesamt um 1,2 Millionen Barrel zu reduzieren.

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    Tags:
    Gas, Öl, OPEC, Russland