09:06 24 Februar 2017
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    Verseuchter Fluss

    Wirtschaft hat Vorrang vor Umwelt: Trump erlaubt Abfallentsorgung in Flüsse

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    Wirtschaft
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    US-Präsident Donald Trump (2017) (197)
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    Der US-Präsident Donald Trump hat eine Resolution des Kongresses unterzeichnet, die den Bergbauunternehmen wieder erlaubt, Produktionsabfälle in Flüssen zu entsorgen.

    Das Verbot hatte der frühere Chef des Weißen Hauses, Barack Obama, im Dezember 2016 eingeführt. Ihm zufolge schaden die Kohleförderer der Umwelt, deshalb wurde zum Schutz der Gewässer vor Bergbauabfällen eine so genannte 30-Meter-Schutzzone um Flüsse und Seen festgelegt. Darüber hinaus mussten die Unternehmen die verschmutzten Gewässer reinigen.

    Laut Trump bremst eine solche Regelung die Wirtschaft des Landes und behindert die Tätigkeit der Unternehmen. All das führe dazu, dass amerikanische Arbeitsplätze in andere Länder wegfließen. Mit der Aufhebung des von Obama eingeführten Verbots setzt Trump eigenen Angaben zufolge die Umsetzung seiner Wahlkampf-Versprechungen fort. Solche Regelungen seien nutzlos, meinte der Staatschef.

    Die Arbeitsplätze und die Wirtschaft sollten den Vorrang vor der Umwelt genießen, sagte Trump bei der Unterzeichnung der Resolution. Das Verbot könnte ihm zufolge den Bergbau-Unternehmen jährlich etwa 50 Millionen US-Dollar Einbußen bringen.

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    US-Präsident Donald Trump (2017) (197)

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    Wasser, Industrie, Arbeitsplätze, Wirtschaft, Umweltschutz, Umwelt, Weiße Haus, US-Kongress, Barack Obama, Donald Trump, USA
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    Alle Kommentare

    • sanpodon
      Angesichts der Vorwürfe Trumps gegen China, das doch den USA durch Abwanderung von Produktionsstätten enormen Schaden zugefügt hat, ist seine hier bekannt gemachte Entscheidung einer Angleichung der Umweltstandards beider Länder in sich durchaus schlüssig.
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      Gela-X
      Gebt das Land den Ureinwohnern zurück und rennt ins Meer... wie die Lemminge.
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      Tschelowjek
      Trumps Politik hat eine gewisse Ehrlichkeit, finde ich. Warum soll ein Kraftwerksbetreiber oder sonstiger Unternehmer/ Mensch auf die Umwelt achten, während die Rüstungs- und Militärindustrie die Umwelt massiv zerstören darf.
      Das verstehe ich auch in Deutschland nicht. Man kann doch nicht ständig von der Klimarettung sprechen aber gleichzeitig völlig ungehemmt die Natur und Umwelt beim Abbau der Bodenschätze für die Rüstung, bei der Produktion und beim Einsatz der Waffen, zerstören.
      Ich habe auch einmal den Müll getrennt und hatte ein schlechtes Gewissen, wegen meines Autos, bis mir klar wurde, dass wir auch hier verarscht werden. Der Otto-Normalverbraucher soll die Umwelt retten während die im Bundestag ständig für mehr Rüstung und mehr Krieg stimmen.
      Bei mir kommt wieder alles in einen Mülleimer und in die schwarze Tonne. Ich trenne absolut gar nichts mehr, solange die Rüstung und die Kriege nicht aufhören.
    • sanpodonAntwort anTschelowjek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Tschelowjek,

      ja! - Und dabei haben Sie Tausende Tonnen an hochgiftigen Partikeln gar nicht erwähnt, die auch und gerade über Deutschland in Chemtrails in der Atmosphäre verbreitet werden, bis sie abregnen und das gesamte Erdreich irreversibel kontaminieren. - Private Mülltrennung erscheint angesichts dieses Umweltverbrechens als geradezu lächerliches Ablenkungsmanöver und Beschäftigungstherapie für Menschen, die ohnehin vom Nachdenken abgehalten werden sollen.

      Und die deutsche Pastorentochter Merkel? - Die gibt damit an, dass kurdische Familien Ihre Söhne gerne "Milan" taufen, seit sie durch Deutschland ein gleichnamiges Waffensystem erhalten haben, dessen Einsatz mit radioaktive Verseuchung für Jahrhunderte einhergeht.
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      TschelowjekAntwort ansanpodon(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sanpodon, genau so ist es. Ich habe das mit den Chemtrails lange nicht glauben wollen, aber es scheint tatsächlich so zu sein. Es gibt offenbar nichts, was es nicht gibt.
      Genau so eine Schweinerei ist das mit den Milan-Raketen. Ich frage mich, ob die Kurden das wissen, dass da radioaktives Thorium die Umwelt, Gesundheit und das Erbgut belastet.
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      pazi
      wie gut Trump als Präsident für wen sein wird kann man noch nicht sagen, diese Resolution dient aber nicht dem "kleinen Mann", der auf dem Land lebt, bei ihm steigt das Risiko für seine Gesundheit; dieser Beschluss dient dem Bergbau und seinen Besitzern, der dadurch günstiger produzieren, und mehr Geld verdienen kann.
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      No Deal
      Profit vor Ever . . .

      Die Persönlichen Profit Interressen einiger weniger
      A(rsch)ktionäre und Industriebosse sind wichtiger, als die
      Gesundheit vieler, es dient sogar dem Profit-Interresse
      der US-Gesundheits-Industrie, wenn das Trinkwasser
      verseucht wird und die Menschen erkranken, Trump weiss
      sehr genau was die US-Wirtschaft braucht . . .
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      Hilde Bingen
      Habe ich das jetzt richtig verstanden? Bisher hat kein „großer Hahn“ danach gekräht wo die Bergbauunternehmen ihren Müll entsorgen, und plötzlich im Dezember 2016, also nach den Wahlen, erlässt Obama dieses Verbot. Ein weiteres Fettnäpfchen für Trump wo sich die Medien dran hochziehen können um die Menschen zu verunsichern?
      Ich bin definitiv für Umweltschutz und ich bin auch kein „Trump-Fan“, ich versuche mir lediglich ein objektives Bild zu machen, soweit dies bei diesem ganzen Irrsinn noch möglich ist.
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      paziAntwort anHilde Bingen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hilde Bingen, wenn Sie Umweltschützerin sind, wen finden Sie besser, den der für Umweltschutz und dem Schutz der Bevölkerung eintritt, oder den der die Schutzmaßnahme abschafft ?
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      elisa.krail
      Die USA entwickeln sich zunehmend zu einer stinkenden verlotternden Kloake.

      Was Trump hier gemacht hat - sofern das stimmt - dienst vor allem dem Unternehmertum, nicht den Menschen.
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