17:58 18 November 2019
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    Ungarns Außenminister Peter Szijjarto (Archivbild)

    Szijjártó: Reanimierung von South Stream erst nach Wahlen in Bulgarien denkbar

    © AFP 2019 / JOHN THYS
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    Eine Reanimierung des Gaspipelineprojekts South Stream wäre erst nach den Parlamentswahlen in Bulgarien denkbar. Diese Meinung äußerte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó am Montag in einem Interview der Agentur Sputnik. „Budapest ist an der Realisierung dieses Projekts äußerst interessiert“, sagte er.

    Russland hatte die Arbeiten am Projekt wegen der destruktiven Position der Europäischen Union im Dezember 2014 eingestellt. Geplant war, die Pipeline auf dem Territorium Bulgariens, Serbiens und Ungarns zu bauen. Stattdessen setzte Russland auf das alternative Projekt – Turkish Stream. Präsident Wladimir Putin hatte damals erklärt, Moskau bräuchte „feste Garantien“ Bulgariens, um das frühere Projekt zu reanimieren.

    „Ich denke, dass es sinnvoll wäre, die Resultate der (zum 26. März 2017) angesetzten Parlamentswahlen in Bulgarien abzuwarten“, fuhr Szijjártó fort. „Die Wiederbelebung dieses Projekt ist für Ungarn von großem Interesse. Und nicht nur für Ungarn, sondern auch für Serbien, Bosnien-Herzegowina und auch für Bulgarien selbst.“ Davon würden Länder im Westbalkan und in Zentraleuropa profitieren.

    Szijjártó zufolge war die Einstellung von South Stream Resultat der Politik doppelter Standards. „Das Projekt Nord Stream läuft. Es unterscheidet sich von South Stream nur dadurch, dass das letztere Projekt von anderen Unternehmen realisiert werden sollte“, kritisierte er.

    Der Außenminister erinnerte daran, dass Ungarns Regierungschef Viktor Orban beim jüngsten Budapest-Besuch von Präsident Putin das Problem angesprochen hatte. Zuvor hatte auch Gazprom-Vizevorstandschef Alexander Medwedew auf das Bestreben der bulgarischen Seite hingewiesen, zu South Stream zurückzukehren. Im Februar erklärte der Handelsattache Russlands in Bulgarien, Igor Ilingin, dass das Gaspipelineprojekt South Stream möglicherweise realisiert wird. Details nannte er aber nicht.

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    Möglichkeit, Reanimierung, South Stream, Peter Szijjártó, Bulgarien, Ungarn