02:45 28 Oktober 2020
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    Daimler baut ein Pkw-Werk bei Moskau. Die russische Tageszeitung „Wedomosti“ schreibt nun, warum sich das Projekt mit einem Investitionsvolumen von einer Viertel-Milliarde Euro trotz der anhaltenden Talfahrt des russischen Automarktes lohnen wird.

    Der russische Automarkt ist in den letzten Jahren stark geschrumpft. Wegen der niedrigen Nachfrage sind viele Autowerke unterbelastet. Dennoch will Daimler bis 2019 im Industriepark Jesipowo bei Moskau eine neue Fabrik mit 1000 Arbeitsplätzen entstehen lassen. Dort sollen mehr als 20.000 SUVs und E-Klasse-Modelle im Jahr gefertigt werden.

    Laut russischen Medien waren GLE/ML, GLS/GL und GLC im vergangenen Jahr die meistverkauften Mercedes-SUV-Modelle in Russland. Zudem wurden 4887 Fahrzeuge der E-Klasse verkauft.

    Allein auf diese vier Modelle (insgesamt 20.656 verkaufte Fahrzeuge) sei mehr als die Hälfte des Mercedes-Absatzes in Russland entfallen, schreibt „Wedomosti“. Wenn die deutsche Premiummarke in ihrer russischen Fabrik diese Modelle bauen lasse, brauche sie nicht um die Auslastung zu bangen. Darüber hinaus bekommt der Investor nach Angaben der Zeitung eine Reihe von Erleichterungen, darunter die sogenannten „Großvaterrechte“ (Bestandsschutz) und eine Vermögenssteuer-Ermäßigung.

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    Tags:
    Daimler AG, Deutschland, Russland