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    Kabul (Archivfoto)

    Afghanistan bittet Russland um Wiederaufbau „sowjetischer Infrastruktur“

    © AFP 2017/ Jose Cabezas
    Wirtschaft
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    Afghanistan hat Russland vorgeschlagen, in den Wiederaufbau von 124 Objekten seiner nationalen Wirtschaft zu investieren. Dies schreibt am Montag die russische Zeitung „Iswestija“ unter Verweis auf die afghanische Botschaft in Moskau.

    „Viele Objekte in Afghanistan wurden von sowjetischen Fachleuten errichtet und können von Russland wiederaufgebaut werden. Es sind über einhundert, genauer gesagt 124“, wird der Attaché für Handel und Wirtschaft der Afghanischen Botschaft in Moskau, Mohammad Kassem, von der Zeitung zitiert. „Ich nenne einige von ihnen: Den Tunnel ‚Salang‘, das Brotkombinat in Kabul, die polytechnische Universität, das Fahrzeugreparaturwerk ‚Dschangalak‘ und ebenso das Kraftwerk in der Stadt Puli-Khumri.“

    Der Wiederaufbau der afghanischen Wirtschaft soll Kassem zufolge bei Verhandlungen mit der russischen Seite bereits zur Sprache gekommen sein.

    Wie die Zeitung weiter berichtet, hat sich der Afghanische Botschafter in Moskau, Abdul Qayyum Kochai, zu diesem Thema schon mit Russlands Vize-Energieminister Juri Sentjurin getroffen. Dabei sei es vor allem  um den Wiederaufbau ebensolcher Infrastrukturobjekte gegangen. Sentjurin habe dem Botschafter etwa 30 russische Firmen genannt, die schon jetzt zu Investitionen bereit seien, hieß es.

    Wie Kassem ergänzte, unterstützt Afghanistans Präsident Aschraf Ghani einen Ausbau der russischen Präsenz in der afghanischen Wirtschaft. Für diese Zwecke sei gar extra ein zusätzlicher Wirtschaftsrat gebildet worden.

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    Tags:
    Aschraf Ghani, Juri Sentjurin, Abdul Qayyum Kochai, Mohammad Kassem, Afghanistan, Russland
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