03:20 24 August 2017
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    Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) und BASF-Konzernchef Kurt Bock

    Putin traf sich mit BASF-Leitung – Nord Stream 2 im Mittelpunkt

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    Der Ausbau der Pipeline Nord Stream richtet sich in keiner Weise gegen andere Geschäftspartner. Das erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit ranghohen Vertretern des BASF-Konzerns in Moskau.

    Man sei bereit, die Beziehungen mit allen Transitpartnern, inklusive der Ukraine, fortzusetzen. Dennoch erwarte man im Gegenzug zuverlässig vorteilhafte Marktbedingungen für die Realisierung des Nachfolgeprojekts Nord Stream 2, sagte Putin bei den Verhandlungen am Mittwoch.

    Das Treffen in der russischen Regierungszentrale war nach Angaben des Portals ostexperte.de hochkarätig besetzt. Auf deutscher Seite nahmen daran BASF-CEO Kurt Bock und BASF-Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel teil. Russischerseits waren neben Putin Industrieminister Denis Manturow und Gazprom-Vorstandschef Alexei Miller präsent.

    Zu Beginn der Unterredung hob der russische Präsident die bisherigen Erfolge gemeinsamer Geschäftsprojekte hervor. Er betonte die guten Beziehungen zwischen den beiden Parteien, die sich über verschiedene Branchen erstreckten. Insbesondere in dem für das Land wichtigen Energiesektor arbeite BASF und investiere „gutes Geld“ in die russische Produktion.

    Zugleich erwähnte Putin jedoch mit Blick auf die gegeneinander ausgesprochenen Sanktionen zwischen Russland und Europa: „Unglücklicherweise haben wirtschaftliche Vorfälle vor kurzem negativen Einfluss auf unseren wechselseitigen Handel genommen“, wurde der Präsident von ostexperte.de zitiert.

    So habe Deutschland mindestens 150.000 Arbeitsplätze in Folge jener Verhältnisse verloren. Man sei jedoch zuversichtlich, die wirtschaftlichen Beziehungen in Zukunft wieder zur vollen Entfaltung bringen zu können, sagte Putin.

    Auch Kurt Bock kam auf die bisherigen Erfolge der geschäftlichen Zusammenarbeit zu sprechen: „BASF hat nun seit über 140 Jahren aktiv auf dem russischen Markt gearbeitet, auch mit unseren Freunden und Partnern von Gazprom“, resümierte der Vorstandschef.

    Auch für BASF seien die letzten zwei Jahre nicht einfach gewesen, und doch habe man einen Wachstumstrend im noch jungen Jahr bemerken können. Die Bedingungen hätten sich verbessert, und man wolle versuchen, diese Chance zu nutzen.

    Bock versprach, sich auch in Zukunft weiter um den Standort Russland zu bemühen. Ganz besonders die Gas-Branche liege im Fokus des Unternehmens, und in diesem Zusammenhang sei Nord Stream 2 natürlich das derzeitige Hauptprojekt.

    Bock blickt diesbezüglich mit Zuversicht in die Zukunft: „Wir haben das Projekt Nord Stream 1 mit Erfolg zusammen abgeschlossen. Ich denke, wir werden den gleichen Erfolg mit Nord Stream 2 haben, gerade weil wir bereits erfolgreiche Erfahrungen in unserer Zusammenarbeit gemacht haben“, betonte der Topmanager.

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    Kooperation, Treffen, Nord Stream 2, Gazprom, BASF, Kurt Bock, Wladimir Putin, Deutschland, Russland
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