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    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat in einem Brief an die für Handelsfragen zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström appelliert, dass die Kommission bei den Verhandlungen mit der US-Regierung deutsche Stahlhersteller verteidigt. Dies teilte der Pressedienst des Auswärtigen Amts am Freitag mit.

    Demnach sind von den derzeit in den USA laufenden Anti-Dumping-Verfahren im Bereich der Stahlindustrie unter anderem die deutschen Unternehmen Salzgitter AG (Niedersachsen) und Dillinger Hütte (Saarland) betroffen.

    „Es ist zu befürchten, dass amerikanische Konkurrenten dieser beiden Unternehmen hoffen, dass die neue US Regierung bereit sein könnte, amerikanische Unternehmen unfairen Dumpingwettbewerb zu erlauben, auch wenn das gegen internationales Recht verstößt. Das dürfen wir Europäer nicht akzeptieren“, so Gabriel.

    Die EU-Kommission solle in den Gesprächen mit den USA nachdrücklich die Einhaltung der geltenden Regelungen der Welthandelsorganisation (WTO) fordern.

    Dabei fügte das Auswärtige Amt hinzu, dass WTO-widrige Methoden bei der Berechnung der Anti-Dumping-Raten „unter Umständen zu höheren Zahlungsverpflichtungen der Unternehmen zu massiven Benachteiligungen im internationalen Wettbewerb führen“ könnten.

    „Deshalb wäre es meines Erachtens außerordentlich wichtig, jetzt eine klare Position zu beziehen, um den transatlantischen Handelsdialog mit der neuen US-Regierung nicht mit einer negativen und ungerechtfertigten Entscheidung zu beginnen“, schrieb Gabriel.

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    Tags:
    Verhandlungen, Stahlindustrie, Auswärtiges Amt, WTO, Cecilia Malmström, Sigmar Gabriel, Europäische Union, Deutschland, USA