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    Fracking-Bohranlage (Symbolbild)

    Urteil: Niederländischer Gasproduzent darf in Ostukraine „schmutziges Erdgas“ fördern

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    Ein Bezirksgericht in Kiew hat es dem niederländischen Gasproduzenten Yuzgas erlaubt, Fracking-Gas in der Ostukraine zu fördern. Damit hat das Gericht ein früheres Verbot der ukrainischen Regierung aufgehoben, berichten russische Medien am Montag.

    Das Gericht hat demnach die Regierung verpflichtet, den Antrag des Gasförderers auf die Erschließung der Lagerstätte Jusowskoe zu prüfen. Das Gasfeld befindet sich in den Regionen Charkiw und Donezk.

    Yuzgas hatte im Juli letzten Jahres eine Ausschreibung zur Fracking-Gas-Förderung im Osten der Ukraine gewonnen. Doch vier Monate später, im November 2016, verbot das ukrainische Regierungskabinett dem niederländischen Konzern die Förderung.

    Zuvor hatte die britisch-niederländische Shell geplant, das Jusowskoe-Feld zu erschließen und bereits mehrere Millionen US-Dollar in die Exploration investiert. Im Oktober 2015 verzichtete der Öl- und Gaskonzern jedoch vollends auf dieses Projekt.

    Das Jusowskoe-Gasfeld mit einer Gesamtfläche von 7.900 Quadratkilometern befindet sich in den beiden selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Die voraussichtlichen Reserven der Lagerstätte belaufen sich auf vier Billionen Kubikmeter Fracking-Gas.

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    Tags:
    Förderung, Gasfeld, Niederlande, Donezk, Charkiw, Ostukraine