22:15 19 Januar 2020
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    Venezuela verhandelt derzeit mit Russlands größtem Ölkonzern Rosneft über die Erweisung einer Finanzhilfe zur Tilgung von Schulden der Mineralölgesellschaft PDVSA in Höhe von rund drei Milliarden US-Dollar. Das meldete die Agentur Reuters am Samstag unter Berufung auf eigene Quellen.

    Die finanzielle Lage der staatlich geführten PDVSA lässt den Angaben nach zu wünschen übrig. Unterdessen sind im April Verbindlichkeiten in Höhe von knapp drei Milliarden Dollar aus früher emittierten Bonds fällig. „PDVSA rechnet mit Hilfe Russlands bei der Tilgung der Anleihen“, zitierte Reuters einen Vertreter der venezolanischen Regierung.

    Den Angaben zufolge hatte Venezuela um einen Kredit über 600 Millionen Dollar ersucht. Rosneft, die Zentralbank Venezuelas und PDVSA haben eine Anfrage von Reuters bislang nicht beantwortet.

    Die internationale Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hatte die Kreditwürdigkeit des PDVSA-Konzerns im Oktober 2016 von CC auf Selected Default (SD/Partieller Zahlungsausfall) zurückgestuft. Ihre Entscheidung führte S&P darauf zurück, dass zwei Emissionen der im April und November 2017 zu tilgenden Anleihen manipuliert wurden.

     

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    Kreditantrag, Energieversorger PdVSA, Rosneft, Venezuela, Russland