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    Arbeitsmigration: Deutschland und Russland zweitpopulärste Länder in der Welt

    © Sputnik/ Pavel Litsyn
    Wirtschaft
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    Auf der Liste der bei Arbeitsmigranten beliebtesten Länder nehmen Russland und Deutschland den zweiten Platz ein, teilte Bloomberg in dieser Woche unter Verweis auf den UN-Bericht „Internationale Migration“ mit.

    2015 verteilten sich zwei Drittel (67 Prozent) aller Migranten in der Welt (244 Millionen Menschen) auf 20 Länder. Die meisten (47 Millionen) nahm die USA auf. Nach Deutschland und Russland kamen jeweils zwölf Millionen Menschen, hieß es.

    Der Zustrom von Migranten nach Russland ist nach den Angaben von Bloomberg so stark, dass er weder von sinkenden Löhnen noch von der stärksten Währungskrise seit 1998 beeinflusst werden kann. Die Krise reduzierte zwar drastisch den Wert der Arbeitskraft, insbesondere im Vergleich zu den sich entwickelnden Wirtschaften von Brasilien und China, aber der Jahreszuwuchs im Bereich der Arbeitsmigration betrug 17 Prozent im Jahr 2015 und 16 Prozent im vorigen Jahr, hieß es.

    „Wenn die Migranten in Russland 2015 und 2016 mit ihrem Lohn zufrieden waren, wird es möglich sein, dass der Zustrom der Arbeitsmigration weiter bestehen bleibt, gerade wenn das Wirtschaftswachstum beginnt“, zitiert Bloomberg einen Bericht von Sberbank CIB.

    Nach den letzten Angaben stellen Migranten fünf bis sieben Prozent aller Arbeitskräfte auf dem russischen Arbeitsmarkt. Die Anzahl der russischen Bevölkerung im Erwerbsalter ändert sich seit 2015 nicht und beträgt 76,6 Millionen Menschen, so Bloomberg. Die russische Wirtschaft werde in naher Zukunft von Arbeitsmigranten aus dem Ausland abhängen – wegen der demographischen Situation.

    Laut den Angaben des russischen staatlichen Statistikamtes (Rosstat) zählen neben den ehemaligen Republiken der Sowjetunion auch China, Nordkorea, Vietnam, die Türkei und Serbien zu den größten Anbietern von Arbeitskräften in Russland. Das geht aus den Statistiken für das letzte Jahresviertel 2016 hervor.

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    Tags:
    Migranten, Arbeitsmarkt, Rosstat-Statistikamt, USA, Deutschland, Russland