16:00 27 Juni 2017
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    Kohlegrube im Donbass (Archivbild)

    Kiew liebäugelt mit möglichen Kohleimporten aus USA und Kasachstan

    © Sputnik/ Alexei Kudenko
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    Krise in Ukraine (282)
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    Die Ukraine erwägt die Möglichkeit, neben dem Kauf von Kohle in der Republik Südafrika diesen Brennstoff auch aus den USA und Kasachstan zu importieren, wie der ukrainische Energieminister Igor Nassalik mitteilte.

    Ihm zufolge geht es dabei um drei Lieferländer: die Republik Südafrika mit dem Kohleterminal Richards-Bay und den Unternehmen DTEC und Tecnova sowie um Kasachstan und die USA.

    „Uns wurde bestätigt, dass eine Arbeitsgruppe zur Gewährleistung von Anthrazit-Lieferungen aus den USA am 23. Mai kommen wird“, sagte der Minister im Rahmen einer „Regierungssprechstunde“ im ukrainischen Parlament.

    Ukrainische Radikale hatten im Januar 2017 die Kohlelieferungen aus der Region Donbass blockiert, weshalb die Behörden in Kiew am 17. Februar den Verbrauch von Anthrazitkohle durch Wärmekraftwerke reduzierten und geregelte Stromabschaltungen anordneten.

    Im Jahr 2016 hatte die Ukraine 566.700 Tonnen Steinkohle aus Russland und 366,6 Tonnen aus der Republik Südafrika bezogen. Vor dem Hintergrund der andauernden Handelsblockade der Region Donbass ist Russland im ersten Quartal 2017 der größte Kohlelieferant für die Ukraine gewesen.

    Laut den Plänen der Ukraine sollen die Anthrazitkohle-Lieferungen aus dem abtrünnigen Donbass durch Importe aus Südafrika ersetzt werden. Wie Nassalik sagte, haben die meisten Stromerzeuger schon Vorbereitungen für den Import von Anthrazitkohle aus Südafrika gestartet.

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