14:15 09 April 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Turkish Stream (90)
    121352
    Abonnieren

    Russland verhandelt mit Griechenland und Bulgarien über eine Verlängerung der Gaspipeline Turkish Stream nach Europa. „Es ist durchaus möglich, andere Länder (an dem Projekt) zu beteiligen, aber die Realisierung der Pläne auf dem Territorium der EU hängt von Entscheidungen einzelner EU-Länder ab“, erklärte Russlands Premier Dmitri Medwedew.

    Bei seinem Besuch in Istanbul erinnerte der Regierungschef am Montag daran, dass der Unterwasserteil der Leitung mit einer Länge von rund 1.000 Kilometern bereits verlegt wird. „Danach werden Arbeiten an dem 200 Kilometer langen Festland-Abschnitt auf dem Territorium der Türkei aufgenommen. Geplant sind zwei Stränge – eine unmittelbar für die Belieferung des türkischen Marktes und die andere für die Versorgung Europas.“

    Medwedew zufolge wird jetzt bei Verhandlungen mit einigen europäischen Ländern bestimmt, wo die Pipeline am besten nach Europa verlängert wird. „Es kommt darauf an, ökonomische Faktoren zu analysieren. Denn diese Gaspipeline ist kein politisches, sondern ein ausgesprochen ökonomisches Projekt, worauf wir bereits mehrmals verwiesen haben.“

    „Wir wollen niemandem etwas aufzwingen. Wir gehen davon aus, dass es sich um ein interessantes gegenseitig vorteilhaftes Projekt handelt“, sagte der russische Premier.

    Russlands größter Gaskonzern Gazprom hatte am 7. Mai mit dem Bau des Unterwasserteils von Turkish Stream begonnen. Jeder der beiden Stränge wird laut Plänen eine Durchsatzkapazität von 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr haben. Die Pipeline wird voraussichtlich Ende 2019 fertiggebaut werden.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Turkish Stream (90)

    Zum Thema:

    Vernimmt Serbien Signale seiner Nachbarn zu Turkish Stream? – Medien
    Turkish-Stream versetzt USA einen Rückschlag – Medien
    Ukraine will Transitgebühr für russisches Gas drastisch senken
    Russisches Gas für Europa: „Widerstandsherde gegen sogenannte Hegemonie“
    Turkish Stream lässt Gaslieferungen über Rumänien und Bulgarien versiegen
    Tags:
    Verhandlungen, Turkish Stream, EU, Dmitri Medwedew, Istanbul