16:14 17 Februar 2020
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    Russland, Ungarn und Serbien haben Verhandlungen über den Bau der Gaspipeline Turkish Stream wieder aufgenommen. Das teilte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó am Freitag mit.

    „Besprochen wird die Pipeline mit einer geringeren Durchsatzkapazität als zuvor geplant“, sagte der Minister in einem Interview der ungarischen Nachrichtenagentur MTI. „Budapest wird in nächster Zeit entsprechende Konsultationen auch mit der EU-Kommission und Bulgarien aufnehmen“, fügte er hinzu.

    Russland hatte im Dezember 2014 das Projekt der Gasleitung South Stream wegen der nicht konstruktiven Position der EU eingefroren. Die Pipeline sollte auf dem Territorium Bulgariens, Serbiens und Ungarns verlegt werden. Später wurde South Stream durch das Projekt Turkish Stream ersetzt.

    Beim Turkish Stream handelt es sich um eine transitfreie Exportpipeline, die aus Russland durch das Schwarze Meer in die Türkei und weiter zur türkischen Grenze mit Nachbarländern führt. Der erste Strang der Erdgasleitung ist für den türkischen Markt und der zweite für die Gasversorgung Süd- und Südosteuropas bestimmt.

    Die Jahreskapazität jedes Strangs beträgt 15,75 Milliarden Kubikmeter. Das Projekt wurde zwischen Russland und der Türkei im Oktober 2016 durch ein Regierungsabkommen besiegelt. Die Seestrecke wird von der South Stream Transport B.V., einer 100-prozentigen Tochter der PAO Gazprom, gebaut.

     

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    Tags:
    Wiederaufnahme, Verhandlungen, Gaspipeline Turkish Stream, Peter Szijjártó, Serbien, Ungarn, Russland