22:05 22 April 2019
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    Ein Teil der Pipeline Nord Stream 2 auf einer Fabrik in der Gebiet Tscheljabinsk (Archivbild)

    Pipeline Nord Stream-2: Kiew hasst sie, Brüssel hat nichts dagegen - Forbes

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    Die EU-Kommission hat das Mandat für Verhandlungen mit Moskau über Nord Stream-2 genehmigt, wie das Wirtschaftsblatt „Forbes“ berichtet. Den Machthabern in Kiew ist die Pipeline aber ohnehin seit langem ein Graus.

    „Sollte der Nord Stream-2 gebaut werden, wird das der Ukraine schaden. Russland zieht künftig an uns vorbei, wenn dieses Projekt umgesetzt wird“, sagte Andrej Kobolew, Chef des ukrainischen Gasnetzbetreibers Naftogas, laut dem Blatt.

    Das Unternehmen erwirtschaftet den Großteil seines Umsatzes durch den Transit russischen Gases in die EU.

    Gazprom erklärt indes, der zweite Strang der Ostseepipeline stelle Gaslieferungen in die Europäische Union bei Bedarf sicher. Kiew wirft Moskau hingegen vor, den zweiten Pipelinestrang dafür nutzen zu wollen, die Abhängigkeit von der Ukraine beim Gastransit zu reduzieren. Dies sei eine Strafe Moskaus für die Annäherung zum Westen, heißt es.

    Das Wirtschaftsblatt betont: Die Anti-Russland-Sanktionen der EU würden es Energiekonzernen nicht verbieten, Pipelines nach Europa zu verlegen.

    2019 soll der Bau des zweiten Stranges der Ostseepipeline Nord Stream starten. Dann wird Nord Stream-2 Russland mit Deutschland verbinden. Die Baukosten werden mit rund zehn Milliarden Euro veranschlagt. Gazprom erklärte, von seinen Partnern, darunter zwei deutschen Energieversorgern, einen Unterstützungskredit in Höhe von 6,65 Milliarden Euro für den Bau erhalten zu haben.

     

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    Tags:
    Pipeline, Nord Stream-2, Naftogas, EU, Gazprom, Andrej Kobolew, Russland, Ukraine