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07:15 24 Juli 2019
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    Teil der Nord Stream 2-Pipeline

    Gazprom: Was hinter den US-Sanktionen gegen russische Pipelines steckt

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    Wirtschaft
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    Sanktionen gegen Russland (2017) (146)
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    Die USA wollen ihrer Konkurrenz auf dem Erdgas-Markt entgegenwirken und eigenes Flüssiggas nach Europa liefern. So erklärt der Vorstandsvize des russischen Erdgasunternehmens Gazprom, Aleksander Medwedew, die jüngsten US-Sanktionen gegen russische Export-Pipelines. Dafür gibt es nach seinen Worten nur rein wirtschaftliche Gründe.

    „Was die Einführung der Sanktionen anbetrifft, so macht man dort (in den USA — Anm. d. Red.) kein Hehl daraus, dass diese eine Methode des Konkurrenzkampfes seien, um Lieferungen des US-amerikanischen Flüssiggases nach Europa zu gewährleisten", sagte Medwedew.

    Am Mittwoch hatte eine Mehrheit im US-Senat den Gesetzentwurf zur Erweiterung der Sanktionen gegen Russland gebilligt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen gegen Russland sehen eine Verringerung der maximalen Laufzeit der Marktfinanzierung von russischen Banken auf bis zu 14 Tage und von Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor bis zu 30 Tage vor. Dabei handele es sich um Institutionen, die auf der Sanktionsliste stehen. 

    Außerdem darf der US-Präsident nun Sanktionen gegen Personen verhängen, die in den Bau von russischen Export-Pipelines mehr als fünf Millionen US-Dollar jährlich oder eine Million US-Dollar einmalig investieren wollen. Strafbar sind auch die Bereitstellung von Dienstleistungen, Technologien sowie die Informationsunterstützung.

    Außerdem wollten die USA dem Bau der Gas-Pipeline „Nord Stream 2" auch weiter entgegenwirken, angesichts dessen „nachträglichen Einflusses auf die europäische Energiesicherheit, auf die Entwicklung des mittel- und osteuropäischen Gasmarktes, und die Energiereformen in der Ukraine", hieß es in dem Gesetzentwurf.

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    Konkurrenzkampf, Pipelines, Sanktionen, Gazprom, Russland, USA