13:55 05 Dezember 2020
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    In der Kola-Bucht der Barentssee sollen vier künstliche Inseln geschaffen werden. Eine entsprechende Regierungsanordnung hat der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew am 17. Juni unterzeichnet.

    Auf den Inseln soll ein Zentrum für Herstellung, Lagerung und Verladung von Flüssigerdgas sowie ein Wartungszentrum für die Seetechnik, die bei den Arbeiten zur Erschließung der Öl- und Gaskondensatfelder in der Barentssee eingesetzt wird, entstehen.

    Die geschätzten Projektinvestitionen liegen bei 25 Milliarden Rubel (mehr als 387 Millionen Euro). Die Mittel für den Inselbau stellt das Unternehmen „Kolskaja werf“ zur Verfügung (Tochterunternehmen der OAO „Nowatek“).

    „Der Bau des Zentrums schafft alleine in der Werft etwa 10.000 Arbeitsplätze, erhöht die Steuereinnahmen auf allen Budgetebenen, fördert zusätzliche Investitionen in der Region (Oblast Murmansk) und die Entwicklung einer hochtechnologischen Industrie“, heißt es in der Regierungsanordnung.

    Die Bauarbeiten im Dorf Belokamenka im Gebiet Murmansk, die bis zum Jahresende begonnen werden können, sind ein Teil des Projektes „Arktik SPG-2“ zur Erschließung des Gasfeldes „Gydana“. Die ersten schwimmenden Großanlagen für die Produktion von Flüssigerdgas sollen 2018 aufgelegt werden. Bis 2020 soll das Zentrum für den Bau der großen Seeanlagen fertig sein.

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    Tags:
    Inseln, Erdgas, Dmitri Medwedew, Barentssee