17:09 27 Oktober 2020
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    Bei der Messe „Automechanika“ in Moskau hat sich der Vizepräsident der Messe Frankfurt GmbH, Michael Johannes, für einen wirklich freien Handel ausgesprochen. Das ist gerade für die weltweit agierende Automobilindustrie wichtig. Strafzölle, Sanktionen und Mauern dagegen nutzten niemandem.

    „Es gibt sehr gute, langjährige Verbindungen zwischen Russland und Deutschland, gerade in der Automobilindustrie und dem Automobil-Aftermarket, sodass man viele Chancen nutzen kann", sagte Johannes im Interview mit Sputnik-Korrespondent Nikolaj Jolkin. "Hier sehen wir positive Tendenzen für das Jahr 2017 und 2018, und wir sind der Überzeugung, dass es gerade für den russischen Markt noch mehr Potential gibt.“

    Der Top-Manager ist überzeugt, dass die Verkäufer während der internationalen Ausstellungen in Russland die richtigen Käufer finden werden. „Denn viele deutsche Unternehmen, auch wenn es hierzulande Krisen gegeben hat, sind am russischen Markt geblieben. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man hier vor Ort tätig ist, auch wenn man vielleicht das Büro verkleinert. Aber es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass diejenigen, die hier geblieben sind, immer die besten Geschäfte gemacht haben, wenn es wieder bergauf ging.“

    Deutsche Autos auf russischen Straßen

    Die deutschen Unternehmen hätten gerade in den letzten Jahren sehr viel in Russland investiert und auch die Lokalisierung vorangetrieben. "Es geht unter anderem auch darum, die richtigen Fachkräfte vor Ort zu finden. Besonders wenn es um Aus- und Weiterbildung geht. Hier ist noch einiges zu tun", so Johannes weiter. "Als Messeveranstalter sind wir mit den WorldSkills in Verbindung getreten, um dies zu tun. Denn gerade in der heutigen Zeit geht die technische Entwicklung sehr schnell voran, und das bedeutet, dass man auch in jedem Alter lernen muss und soll.“

    Im Luxussegment sicherlich mehr als in dem der Mittelklasse, stellt Johannes fest. Er ist überzeugt, „es sollte nur keine Schranken geben, es sollte fairen Wettbewerb weltweit geben, und für die Automobil-Industrie ist das ganz richtig. Und wer nicht mit dabei ist, der fällt aus dem Raster und wird sicherlich mittelfristig merken, dass das für das jeweilige Land nicht gut sein wird.“

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    Tags:
    Autos, Investitionen, Messe „Automechanika, Messe Frankfurt GmbH, Michael Johannes, Deutschland, Russland