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08:47 15 Oktober 2019
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    Wärmekraftwerk Simferopol, Krim

    Trotz Sanktionen: So gelangten Siemens-Turbinen auf die Krim

    © Sputnik / Sergej Malgawko
    Wirtschaft
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    Nach dem Auftauchen von Siemens-Gasturbinen auf der Krim stellt der Kraftwerk-Bauer Technopromexport (Tochter des Staatskonzerns Rostec) klar: Die Turbinen seien nicht direkt vom deutschen Konzern gekommen, sondern gebraucht gekauft und dann auf eigene Kosten modernisiert worden.

    Technopromexport habe „auf dem Sekundärmarkt“ vier Turbinen für die Krim gekauft und diese in den eigenen Werken modernisiert, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

    Die Agentur Reuters hatte gemeldet, dass auf der Krim Gasturbinen aus Siemens-Produktion aufgetaucht seien, mit denen zwei neue Kraftwerke auf der Schwarzmeerhalbinsel ausgestattet werden sollen. Weil die EU-Sanktionen derartige Lieferungen verbieten, geriet die Siemens AG in Erklärungsnot. Der deutsche Konzern versicherte im Gespräch mit Sputnik, keinerlei Turbinen auf die Krim exportiert zu haben und sich an die EU-Sanktionen zu halten.

    Die Krim war im März 2014 — nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt

    hatte. Anlass für das Referendum war der Februar-Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition den Präsidenten Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung aufgestellt hatte.

    Die ukrainische Regierung betrachtet die Krim noch immer als eigenes Hoheitsgebiet und setzte die dortige Bevölkerung mit Strom-, Lebensmittel- und Trinkwasserblockade unter Druck. Die USA und deren EU-Partner, die den gewaltsamen Machtwechsel in Kiew unterstützt hatten, erklärten die Volksabstimmung auf der Krim für völkerrechtswidrig und verhängten Sanktionen.

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    Tags:
    Rostec, Siemens, Krim, Deutschland