01:17 24 April 2018
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    ein Teil der Gaspipeline Nord Stream 2 auf einer Fabrik im Gebiet Tschelybinskaya (Archivbild)

    Warum Schweden mit Entscheidung zu Nord Stream 2 zögert – Analytiker

    © Sputnik / Sergey Guneew
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    Es gibt neue Anforderungen an die Gaspipeline Nord Stream 2, wie Radio Schweden berichtet.

    Die Stadtverwaltung von Sölvesborg und die Verwaltung der Provinz Blekinge im Süden von Schweden fordern demnach von den Betriebsunternehmen Nord Stream 2 einen Plan, wie es die Pipelinerohre in einigen Jahrzehnten vom Meeresboden zu entfernen beabsichtige. Derzeit gibt es keinen Demontageplan, dieser soll erst nach dem Betriebsende der Pipeline erarbeitet werden.

    Der führende Analytiker des Investitionsunternehmens Alpari, Roman Tkatschuk, ist der Auffassung, dass die europäischen Partner weiterhin versuchen würden, bessere Konditionen für sich auszuhandeln.

    „Alles ist miteinander verbunden: Schweden ist ein EU-Mitglied, und demnächst starten die Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Kommission bezüglich des Status von Nord Stream 2 und seiner Entsprechung in Bezug auf die EU-Energiegesetzgebung. Deswegen versuchen einige Länder, Druck auszuüben, (…) um irgendwelche Bedingungen auszuhandeln. Auch wenn die schwedischen Behörden um die Umwelt besorgt sein mögen, legen sie damit dem Bau der Pipeline Nord Stream 2 ein weiteres Hindernis in den Weg“, erläutert der Analytiker und resümiert, dass die endgültige Entscheidung, auch im Hinblick auf die Entsprechung von Nord Stream 2 dem Dritten Energiepaket der EU, die EU-Kommission zu treffen habe.

    Insgesamt 69 schwedischen Behörden müssen den Bau des Nord-Stream-2-Abschnittes in Schwedens Wirtschaftszone genehmigen. Zuvor hatte der Vertreter der Nord Stream AG in Schweden, Lars Grenstedt, mitgeteilt, dass die Regierungsentscheidung über den Bau im letzten Quartal 2017 getroffen werden könne. 

    Für den Bauanfang muss das Vorhaben von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland genehmigt werden. Bei den schwedischen Behörden war der entsprechende Antrag in September 2016 eingereicht worden.

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    Tags:
    Gaspipeline, Nordstream, Schweden