19:40 21 August 2018
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    Forum „One Belt, One Road“ in Peking (Archivbild)

    Forum für erneuerbare Energien EURASIA

    © Sputnik / Alexej Nikolskij
    Wirtschaft
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    Russland, Deutschland und China wollen das Forum für erneuerbare Energien EURASIA gründen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in Peking unterzeichnet. Das Ziel ist die Umsetzung von Energieeffizienz-Projekten sowie der Aufbau einer Netzwerkplattform im eurasischen Raum.

    Der eurasische Raum stellt ein interessantes Gebiet mit einem großen Potential für die Themen Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energieträger dar, betonte einer der Initiatoren des Projekts, der Ex-Chef der Deutschen Energie Agentur (dena) Stephan Kohler im Sputnik-Interview.

    Bei der Nutzung von regenerativen Energieträgern wie Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Geothermie stehen heute eine Vielzahl von ausgereiften Technologien zur Verfügung. Aber…

    „Die Umsetzung der Projekte scheitert häufig daran, dass das notwendige Knowhow fehlt. Oftmals fehlt die Kenntnis von Technik und Wirtschaft. Diese Plattform soll dazu dienen, ein Knowhow-Netzwerk für die Realisierung von konkreten Projekten zu gründen“, sagte der Geschäftsführende Gesellschafter der EnergyEfficienyInvest-Eurasia.

    Die Initiatoren, zu denen außer Stephan Kohler auch Shi Dinghuan, Geschäftsführer des internationalen Kooperationszentrums Chinesische Gesellschaft für regenerative Energie (CRES) und der Ex-Energieminister Russland und heute Sonderbeauftragter des Präsidenten für internationale Kooperation in der Energiewirtschaft Sergey Shmatko gehören, haben vor, die in der Klimakonferenz in Paris vereinbarten Klimaziele im eurasischen Raum durch privatwirtschaftliche Aktivitäten und Projekte zu verwirklichen.

    „In Deutschland, Russland und China gibt es viele Firmen, die in Technologien investieren und die selber Technologien haben. Unser Interesse ist es: Projektgruppen zu bilden, um dann konkret z.B. Wasserkraftwerke in Georgien, Solarkraftwerke in Tadschikistan, Windkraftwerke in Russland zu bauen.“

    In Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan besteht ein großes Interesse an der russisch-deutsch-chinesischen Initiative. Der große Raum Eurasien habe die besten Voraussetzungen für ihre Realisierung, meint Kohler. Die Initiatoren organisieren auch eine Kooperation mit den zuständigen politischen Gremien und Organisationen, z.B. mit dem Seidenstraßenfonds, der BRICS-Energie-Initiative und weiteren nationalen Initiativen.

    Das komplette Interview zum Nachhören:

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    Tags:
    Energiebereich, Forum, Stephan Kohler, Xi Jinping, China, Deutschland, Russland
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