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20:24 18 Oktober 2019
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    Siemens, Deutschland (Archivbild)

    Energieminister über Alternative zu Siemens auf russischem Markt

    © AP Photo / Matthias Rietschel
    Wirtschaft
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    Der russische Energieminister Alexander Nowak hat sich am Montag zu der Situation um die angeblich rechtswidrig auf die Krim gelieferten Siemens-Turbinen geäußert. Ihm zufolge können Erzeugnisse anderer Unternehmen, auch einheimischer, alle nach Russland exportierten Ausrüstungen des deutschen Konzerns ersetzen.

    „Alles, was Siemens liefert, können auch andere Unternehmen produzieren. Im Rahmen des Programms für Importersatz haben wir entsprechende Ausrüstungen auch selbst zu erzeugen gelernt“, so Nowak.

    Seiner Ansicht nach wäre es für Siemens nicht nutzbringend, den russischen Markt zu verlassen.  

    „Wir haben keine Risiken. Das ist ein konkurrenzfähiger Markt, wo sehr viele Unternehmen tätig sind“, fügte Nowak hinzu.   

    Siemens hatte nach eigenen Angaben ein Verfahren zur Kündigung des Lizenzabkommens über die Lieferung von Ausrüstungen für russische Kraftwerke, darunter an staatlich kontrollierte Kunden, eingeleitet.

    Der deutsche Konzern hat nach eigener Behauptung angeblich glaubhafte Informationen erhalten, dass alle vier Gasturbinen, die im Sommer 2016 in die Region Krasnodar geliefert worden waren, „lokal modifiziert und rechtswidrig, entgegen klarer vertraglicher Vereinbarungen, auf die Krim verbracht worden“ seien.

    Diese Handlung, die laut Siemens eine grobe Vertragsverletzung darstelle, habe das Vertrauen untergraben und gegen die EU-Regeln verstoßen.

     

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    Tags:
    Markt, Turbinen, Siemens, Alexander Nowak, Deutschland, Russland