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12:17 21 August 2019
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    Rosneft-Chef: US-Sanktionen wirken sich allmählich auf ihre Initiatoren aus

    © REUTERS / Sergei Karpukhin
    Wirtschaft
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    Die von den USA verhängten Russland-Sanktionen beginnen sich auf diejenigen auszuwirken, die diese eingeführt haben. Dies ist die Auffassung des Chefs des russischen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, die er bei einer Pressekonferenz zum Ausdruck brachte. Setschin sagte weitere für Russland positive Auswirkungen der Sanktionen voraus.

    „Es tut mir leid, dass (das US-amerikanische Ölunternehmen — Anm.d. Red.) Exxon betroffen ist, sie wurden mit einer Zwei-Millionen-US-Dollar-Strafe belegt wegen der Beziehungen zu uns. Das heißt, die Sanktionen beginnen auf diejenigen zu wirken, die sie eingeführt haben. Das ist positiv", sagte er.

    Die Vollmachten des US-Präsidenten seien eingeschränkt, betonte Setschin. „Manchmal scheint mir, dass die größten Sanktionen gegen ihn und nicht gegen uns verhängt worden sind. Wir werden also sehen, wie das denjenigen gefällt, die Entscheidungen treffen. Was uns anbetrifft, werden wir nach Optionen suchen, so zu arbeiten, dass die Auswirkungen der Sanktionen minimiert werden können."

    Laut Setschin haben die Sanktionen sowohl positive als auch negative Auswirkungen. „Die negativen Auswirkungen beginnen auf die US-Partner zu wirken. Und von positiven Auswirkungen werden Sie in Kürze erfahren, nämlich im Laufe der vier nächsten Tage", kündigte der Geschäftsführer des russischen Ölunternehmens an.

    Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump ein Gesetz unterschrieben, das die Sanktionen gegen Russland verschärft. Unter anderem wird die maximale Frist für die Finanzierung der unter US-Sanktionen stehenden russischen Banken bis auf 14 Tage verkürzt, der Unternehmen des Öl-Gas-Sektors — bis auf 60 Tage (früher waren es noch 30 bzw. 90 Tage).

    Außerdem soll die Anzahl der Projekte zur Tiefsee- und Schelfölförderung sowie von Projekten, bei denen die Erdöl-und Gasförderung besonders schwierig ist, revidiert werden; dafür dürfen keine Geräte und Technologien geliefert werden. Früher hatte dieses Verbot lediglich Projekte auf russischem Territorium betroffen, bei denen physische und juristische Personen beteiligt waren, gegen die Sanktionen verhängt wurden. Jetzt sind von den Sanktionen ausschließlich neue Projekte betroffen, egal, wo sie sich befinden. Von den Einschränkungen werden weitere Projekte betroffen sein, an denen sanktionierte russische Unternehmen über mindestens 33 Prozent Anteile verfügen.

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    Tags:
    Auswirkungen, Sanktionen, Exxon Mobil, Rosneft, Donald Trump, Igor Setschin, USA, Russland