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09:12 19 Oktober 2019
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    George Soros (Archiv)

    Soros wettet weiter gegen US-Börsen – trotz zunehmender Verluste

    © AFP 2019 / Brendan Smialowski
    Wirtschaft
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    US-Börsenzulassungsanträge zeigen, dass der US-Milliardär George Soros weiterhin in Optionen investiert, die ihm nur dann Gewinn bringen, wenn der Aktienmarkt, an den sie gebunden sind, an Wert verliert. Dies berichtet der Sender RT am Dienstag.

    Die Kapitalanlageverwaltungsfirma Soros Fund Management hielt demnach seit dem 30. Juni Verkaufsoptionen an PowerShares QQQ Trust, SPDR S&P 500 ETF und iShares Russell 2000 ETF. Jeder davon sei ein sogenannter börsennotierter Fonds (Exchange-traded Fund, ETF), der einen breiten US-Börsenindex verfolge. Die Wette ist RT zufolge 1,8 Milliarden US-Dollar wert. Soros würde also nur profitieren, wenn der Aktienmarkt falle.

    Michael Vachon von Soros Fund Management sagte, das Unternehmen würde die Anträge nicht kommentieren.

    Im Januar hatte Soros die Meinung geäußert, es sei unmöglich, das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump hervorzusagen. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass der Markt einbreche, und positionierte entsprechend einen Teil der Anlagen seiner Kapitalanlageverwaltungsfirma.

    Doch der Investor lag gründlich daneben: Wie bekannt wurde, hat er seit Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl über eine Milliarde Dollar verloren. Während Soros Trump als „Möchtegern-Diktator“ bezeichnete und Unsicherheit nach dessen Wahlerfolg prophezeite, erholte sich die Börse nämlich bedeutend.

    George Soros ist vor allem für seine historische Wette gegen das britische Pfund bekannt, die ihm ein milliardenschweres Vermögen einbrachte. Am 16. September 1992 wettete er massiv gegen diese von ihm als „überbewertet“ bezeichnete Währung – und gewann, was den damaligen Schatzkanzler Norman Lamont zu verkünden veranlasste, dass Großbritannien das Europäische Währungssystem (EWS) verlassen würde.

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    Tags:
    Wette, aktienmarkt, Börse, Donald Trump, George Soros, USA