17:15 22 September 2017
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    Schnellzug des Typs Sapsan

    Trotz Turbinen-Skandal: Russische Bahn will noch mehr Siemens-Züge kaufen

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    Wirtschaft
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    Die Russischen Eisenbahnen AG (RZD) plant weiterhin, zusätzliche Hochgeschwindigkeitszüge „Sapsan“ (Wanderfalke) bei dem deutschen Siemens-Konzern zu bestellen, wie der Vizechef des russischen Unternehmens, Alexander Mischarin, mitteilte.

    „Vielmehr planen wir, die Zahl der Züge des Typs ,Sapanʻ zu vergrößern“, sagte Mischarin am Mittwoch.

    Er fügte hinzu, dass die beiden Unternehmen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Automatik und Schienenfahrzeuge fortsetzen würden.

    Derzeit setzt das russische Unternehmen 16 „Sapsan“-Züge, die in Deutschland hergestellt worden sind, auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg ein. Siemens und die russische Sinara-Gruppe haben mit dem Gemeinschaftsunternehmen Ural Locomotives, an dem die Deutschen 50 Prozent der Anteile halten, im Jahr 2015 einen Vertrag über die Produktion von Wagen für „Sapsan“-Züge unterzeichnet.

    Im Juli hatte der Siemens-Konzern offiziell erklärt, dass alle vier Gasturbinen, die für ein Projekt auf der Taman-Halbinsel bestimmt gewesen seien, „rechtswidrig“ auf die Krim gebracht worden seien. Der Konzern schlug die Aufkündigung des entsprechenden Vertrages vor. Siemens wolle außerdem die Lizenzabkommen mit russischen Unternehmen kündigen, die Lieferungen von Energieausrüstungen an russische Staatsunternehmen aussetzen und neue Kontrollmaßnahmen beschließen, hieß es.

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    Tags:
    Kauf, Zug, Sapsan-Zug, Russische Staatsbahn RZD, Siemens, Deutschland, Russland
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