18:22 18 November 2019
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    EU lässt Bayer-Monsanto-Deal genauer untersuchen

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    Wirtschaft
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    Die EU will die geplante Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch den deutschen Chemie-Riesen Bayer wegen „vorläufiger Bedenken“ genauer unter die Lupe nehmen. Wie es aus der EU-Kommission am Dienstag hieß, ist man darüber besorgt, dass die Megafusion den Wettbewerb im Agrar-Bereich beeinträchtigen könnte.

    „Wir müssen einen effektiven Wettbewerb gewährleisten, damit Landwirte Zugang zu innovativen Produkten, höherer Qualität und wettbewerbsfähigen Preisen haben können“, zitieren deutsche Medien die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager in Brüssel.

    „Saatgut und Pestizide sind für Landwirte und letztlich auch für die Verbraucher von entscheidender Bedeutung“, fügte sie hinzu. „Wir müssen auf diesen Märkten einen wirksamen Wettbewerb sicherstellen.“

    Im Mai 2016 hatte das deutsche Pharmaunternehmen Bayer verkündet, den US-Konzern Monsanto übernehmen zu wollen. Bis Ende des laufenden Jahres will Bayer die Fusion abschließen, die auch von den US-Kartellbehörden geprüft wird.

    Mit der 66 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme entsteht der mit Abstand größte Agrar-Konzern der Welt. Bei den Pestiziden erreichen Bayer und Monsanto zusammen einen Marktanteil von rund 25 Prozent, bei Saatgut für gentechnisch veränderte und konventionelle Ackerfrüchte einen Anteil von rund 30 Prozent.

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    Tags:
    Fusion, Übernahme, Agrarindustrie, Untersuchung, Wettbewerb, Monsanto, Bayer, USA, Europäische Union, Deutschland