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07:12 17 Juli 2019
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    Kühe neben Europäischem Parlament in Straßburg

    Danone schickt 5.000 deutsche und holländische Kühe nach Sibirien

    © AFP 2019 / Emmanuel Dunand
    Wirtschaft
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    Der Getränke- und Lebensmittelkonzern „Danone“ hat eine Farm in Sibirien gekauft und schickt dahin fast 5.000 Kühe aus Deutschland und den Niederlanden, um den Anstieg der Milchpreise zu bekämpfen, meldet die Agentur “Bloomberg“ am Montag.

    Tausenden Kühen der Rinderrasse Holstein steht nun der Weg von 4.500 Kilometern bevor. Die ersten Haustiere werden bereits mit LKWs aus Deutschland und Holland in eine Farm in der Nähe der Stadt Tjumen (Oblast Tjumen, Westsibirien) gebracht. Dies würde das französisch-russische Unternehmen vor dem Anstieg der Milchpreise schützen, der alleine in diesem Jahr bereits 14 Prozent betrage, so der Chef von Danone in Russland, Charlie Capetti.

    Das von Russland eingeführte Einfuhrverbot für Lebensmittel aus den Ländern, die Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängt haben, führte unter anderem zu einer erhöhten Nachfrage nach Milch. Dank dem Importersatz hatte man angefangen, zum Beispiel Camembert, Brie oder andere bisher importierte Milchprodukte in Russland herzustellen.

    Danone investiert normalerweise nicht in die Landwirtschaft, bemerkt Bloomberg, aber der Konzern hat eine Ausnahme für Russland gemacht. Zusammen mit der örtlichen Firma „Damate“ hat er in eine 60 Hektar große Farm investiert. Die Milchproduktion begann bereits im Mai dieses Jahres.

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    Tags:
    Preisanstieg, Einfuhrverbot, Milch, Kuh, Danone, Charlie Capetti, Tjumen, Sibirien, Russland, Frankreich, Holland, Deutschland