20:31 23 Januar 2020
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    Europäische Unternehmen zeigen Interesse an der russischen fernöstlichen Region Primorje. Das hat sich auf dem 3. Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok am 6. und 7. September gezeigt. Siemens-Vertreter Dietrich Möller sieht gute Entwicklungschancen. Im Sputnik-Interview erklärt er, warum.

    Der Ferne Osten sei heute eine Region, wo viel investiert werde, sagte Dietrich Möller, Präsident von Siemens in Russland, im Interview mit Sputnik.

    Die fernöstliche Region Primorje wächst schneller als die anderen Regionen Russlands. Für die Entwicklung werden neue Technologien benötigt. Durch die Nachbarschaft der Länder der Asiatisch-Pazifischen Region, die führend in der digitalen Wirtschaft sind, könnten neue technologische Lösungen einbezogen werden. Aber auch die europäischen Firmen zeigen Interesse an Primorje, wie zum Beispiel Siemens.

    Konzern-Vertreter Möller hob gegenüber Sputnik hervor:

    „Wir sehen, dass im Fernen Osten sehr viel investiert wird – in Infrastruktur und Industrie. Dort braucht man die Ausrüstung von Siemens. Wir glauben, dass die Anwendung digitaler Technologien ein Treiber für den Fernen Osten sein kann. Siemens definiert die Digitalisierung als eine strategische Arbeitsrichtung. Insofern hat Siemens eine ganze Rheine von Lösungen für die Smart-Citys, für die Gebäudeautomatisierung, für die Digitalisierung von Eisenbahn, für digitale Produktion und Schaffung von Produkten mit digitalen Instrumenten. Überall, wo investiert und modernisiert wird, kann man diese Technologien anwenden“.

    Laut Möller ließe sich das große Gebiet der fernöstlichen russischen Region Primorje mit relativ kleinen Bevölkerungsschichten durch wenige Spezialisten abdecken. Mit den neuen Technologien werde der Ferne Osten konkurrenzfähig sein, nicht nur in Russland, sondern auch global.

    „Wladiwostok ist heute schon das Tor Russlands in die Pazifikregion. Es gibt die Verbindung nach Japan, nach Südkorea, nach Australien, Amerika. Ohne Frage wird eine solche Entwicklung die Rolle Wladiwostoks oder des Fernen Osten weiter befördern. Heute ist es sehr stark auf dem Gebiet der Logistik. Ich denke, auch auf dieser Seite des Stillen Ozeans kann ein Silicon Valley in Russland entstehen“.

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    Tags:
    Entwicklung, Partnerschaft, Investitionen, Interview, Östliches Wirtschaftsforum, Siemens, Dietrich Möller, Russland