11:01 14 Dezember 2017
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    Fitch verbessert Ausblick für Russlands Rating von stabil auf positiv

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    Die internationale Ratingagentur Fitch hat Russlands Prognose zu den langfristigen Default-Ratings eines Emittenten in ausländischer und nationaler Währung (Long-Term Foreign- and Local-Currency Issuer Default Ratings - IDRs) auf dem Niveau „BBB-“ von stabil bis auf positiv hochgestuft, wie die Agentur mitteilt.

    Die Agentur hat zudem die langfristigen Emittenten-Default-Ratings Russlands in nationaler und ausländischer Währung auf dem Niveau „BBB-“ bestätigt. Die IDRs sind auf dem Niveau „F3“ bekräftigt worden.

    Diese bessere Prognose zu den Ratings ist laut Fitch damit verbunden, dass Russland Fortschritte bei der Festigung seiner Wirtschaftspolitik macht. So verweist die Agentur auf die erfolgreiche Politik des flexiblen Rubel-Kurses, auf das Festhalten an den Zielwerten der Inflation sowie auf die vernünftige Haushaltspolitik.

    All diese Faktoren sollen zu einer besseren makroökonomischen Stabilität führen und Russlands Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Erschütterungen machen. Fitch erwartet, dass das Haushaltsdefizit des Landes von den 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2016 bis auf zwei Prozent und dann im Jahr 2019 bis auf null Prozent sinkt. Das Defizit des nicht mit dem Erdölsektor verbundenen föderalen Haushalts soll von den 9,1 Prozent des BIP im vergangenen Jahr bis auf 6,2 Prozent  im Jahr 2019 sinken, wobei die Föderalen Ausgaben laut der Prognose im selben Zeitraum um drei Prozent sinken werden.

    Wladimir Putin bei BRICS-Gipfel
    © Sputnik/ TASS/ Pool/ Mikhail Metzel
    Fitch spricht vom Anhalten eines schwachen Wirtschaftswachstums. Dieses Wachstum werde von der mehr kalkulierbaren Situation im Lande, von der Geld-Kreditpolitik, der Stabilität des Rubels und der günstigen Ölpreisprognose angeregt. Die Agentur erwartet nach der Präsidentschaftswahl im Jahr 2018 breite Reformen im Land.

    Eine Hochstufung des Ratings kann laut Fitch bei einer Verbesserung der makroökonomischen Stabilität, bedingt durch die Festigung der Geld-Kredit- sowie der Haushalts- und Steuerpolitik, aber ebenso bei einer Umsetzung von Strukturreformen möglich sein. Eine Herabstufung der Ratingprognose bis auf stabil sei im Fall zunehmender geopolitischer Spannungen oder bei der Verhängung neuer Sanktionen gegen das Land möglich, die seine makroökonomischen Parameter untergraben könnten.

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    Tags:
    Wirtschaft, Prognose, Rating, Fitch Ratings, Russland
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