10:51 09 April 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Von
    0 1031
    Abonnieren

    Diese Formel gilt bei dem ältesten Pharma- und Chemieunternehmen der Welt, das seit 120 Jahren in Russland tätig ist, laut seinem Generaldirektor Jürgen König immer, wenn man schon schwierige Zeiten in verschiedenen Ländern durchmacht.

    Man habe immer dann weitergearbeitet und sich angepasst, sagte er in einem Interview mit Sputnik. „Jetzt machen wir das Gleiche. Wir müssen Lösungen finden, weiterkommen und wachsen. Ich sehe hier in Russland ein großes Potential. Wozu haben die Sanktionen letztendlich gedient? Die russische Industrie musste sich schneller aufbauen und entwickeln. Sie musste auch auf Qualität achten. Und da sind wir von Merck die richtigen Partner, ob es in der Ernährungs- oder Agrarindustrie der Fall ist. Unsere Life-Science-Produkte werden in der Forschung und bei Qualitätskontrollen benötigt. Und da können wir nur helfen. Und das machen wir auch.“

    König erläutert: „Wir haben verschiedene strategische Verträge mit Kaluga und der Far Eastern Federal University in Sankt Petersburg unterschrieben. Wir haben Anfang Juli unser Life Science Lab in Moskau eingeweiht, wo unsere Kunden verschiedene Forschungs- und Qualitätskontrolle-Phasen bei uns durchführen können. Damit zeigen wir nochmal, dass wir langfristig mit Russland verbunden sind.“

    Mehr zum Thema: Putin offenbart, wer Sanktionen in eigenem Interesse nutzt

    Der Top-Manager sei öfters stark überrascht, „was alles hier in Russland gemacht wird, auf welchen Gebieten geforscht wird. Das kann man sich in der westlichen Welt kaum vorstellen. Es wissen die meisten Russen selbst auch nicht. Und da kann Russland nur stolz darauf sein.“

    Außerdem fühlt sich Jürgen König selbst wohl in Russland. „Vom ersten Tag an habe ich mich wie zu Hause gefühlt. Zwar bin ich in Brasilien geboren, habe die meiste Zeit in Brasilien gelebt, dann nur sieben Jahre in Deutschland, zehn Jahre in Pakistan, fünf Jahre in Südkorea und jetzt mittlerweile vier Jahre in Russland. Ich wurde sehr gern hier in Russland aufgenommen, von der Bevölkerung, auf den Straßen, generell, was meiner Familie und mir das ganze Leben vereinfacht hat.“

    Mehr zum Thema: Wintershall-Chef fordert: Gas statt Politik

    Zum zweiten Mal schreibt Merck Russia einen Wettbewerb für Übersetzer der deutschen Literatur ins Russische aus. „Das hat damit zu tun, dass die Firma Merck Kultur und Wissenschaft gefördert hat, weil das stark sowohl zu Neugier als auch zu Innovationen bringt. Und für uns ist Innovation sehr wichtig. Die Merck-Familienmitglieder — Karl Merck und Johann Merck — waren immer mit Russland und mit der Kultur eng verbunden. Unsere langfristige Verbundenheit damit wollen wir mit unserem Übersetzerpreis auch jetzt manifestieren.“

    Nikolai Jolkin

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Russland-Sanktionen höchst verlustreich für die deutsche Wirtschaft - Expertin
    Trump klinkt sich aus Russland-Sanktionen aus
    Experte erwartet Wachstum serbischer Russland-Exporte bis auf eine Milliarde USD
    Tillerson als Chef der Russland-Sanktionen - Moskau reagiert
    Tags:
    Sanktionen, Deutschland, Russland