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    Russische Agrarproduzenten: Will Ankara etwa Lebensmittel-Import aus Krim behindern?

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    Die neuen Regeln zur Lieferung von russischen Agrarerzeugnissen in die Türkei verfolgen laut dem Exekutivdirektor des Öl- und Fettindustrieverbandes Russlands Michail Malzew angeblich das Ziel, den Import von Lebensmitteln aus der Krim zu behindern.

    „Soweit ich weiß, verlangt nun die türkische Seite die Beglaubigung der Lieferscheine im türkischen Konsulat in Russland, um die Lieferungen aus der Republik Krim beobachten zu können“, sagte Malzew am Montag gegenüber RIA Novosti.

    „Wenn die Waren aus der Krim stammen, werden die Lieferscheine offensichtlich nicht beglaubigt“, erläuterte er.

    Wie Malzew zugleich sagte, liegen dem russischen Speiseöl- und Fettindustrieverband derweil offiziell keine Informationen über diesbezügliche Einschränkungen vor. Ihm zufolge stellen diese zwar kein Verbot für den Export  von russischen Landwirtschaftsprodukten in die Türkei, aber eine zusätzliche Verwaltungsbarriere dar.

    Wie ein namentlich nicht genannter türkischer Beamter laut der Agentur sagte, sind diese Maßnahmen eine Antwort auf Russlands Entscheidung, den Import von Gemüse aus nur neun türkischen Betrieben zu erlauben.

    Dmitrij Medwedew in Istanbul
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    Wie Zekeriya Mete, Mitglied des Verwaltungsrates des Exporteur-Verbandes von Istanbul, gegenüber RIA Novosti betonte, hat Ankara die neuen Regeln für den Import von russischen Agrarerzeugnissen ausschließlich mit dem Ziel eingeführt, die Lieferungen zu regeln. Zugleich sagte er, dass es nicht korrekt sei, diese als Einschränkungen oder Verbot zu bezeichnen.

    Am Montag hatte die Agentur Bloomberg unter Verweis auf ein ihr vorliegendes Dokument mitgeteilt, dass Ankara neue Einschränkungen für die Lieferung von russischen Agrarerzeugnissen eingeführt habe, denen zufolge russische Exporteure nun Genehmigungen bei den Handelsvertretungen bzw. diplomatischen Missionen der Türkei in Russland erhalten müssten.

     

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    Einschränkungen, Import, Export, Lebensmittel, Bloomberg, Zekeriya Mete, Michail Malzew, Krim, Türkei, Russland