13:11 31 März 2020
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    Saudi-Arabien will im nächsten Monat die Erdöllieferungen spürbar verringern. Dies berichtet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf das Energieministerium des Königreichs.

    Die Entscheidung sei kurz nach dem Treffen des saudischen Königs Salman ibn Abdul Asis Al Saud mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau getroffen worden, so Bloomberg.

    So soll das staatliche Unternehmen und die größte Erdölfördergesellschaft der Welt Saudi Aramco im nächsten Monat die Exportmenge um 560.000 Barrel Öl pro Tag kürzen, um die Nachfrage zu fördern. Zurzeit liefere Riad etwa 7,7 Millionen Barrel täglich. Nach der Reduzierung der Exportmenge sollen es 7,15 Millionen Barrel pro Tag werden.

    „Saudi-Arabien demonstriert erneut den Wunsch, den Weltölmarkt im Vorfeld des Opec-Treffens am 30. November in Wien zu stabilisieren“, zitiert Bloomberg eine Mitteilung des saudischen Energieministeriums. Saudi-Arabien hoffe, dass auch weitere Opec-Länder sich ein Beispiel daran nehmen würden.

    Die Behörde wies laut der Agentur zudem darauf hin, dass das Königreich im September ungeachtet der hohen Nachfrage höchstens 6,7 Millionen Barrel pro Tag geliefert habe.

    Der saudische König und der russische Präsident hatten sich am vergangenen Donnerstag in Moskau getroffen. Anschließend wurden mehrere Waffendeals unterzeichnet, zudem wurden auch Lieferungen russischer S-400-Raketenkomplexe an Riad vereinbart.

     

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