17:10 26 September 2020
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    Russland hat den Entwurf eines Abkommens mit China über die gemeinsame Realisierung eines Projekts zur Goldgewinnung im Feld Kljutschewskoje in der Region Transbaikalien bestätigt. Eine dahin gehende Anordnung von Regierungschef Dmitri Medwedew ist auf der Website des Kabinetts veröffentlicht.

    Demnach wird der Konzern China National Gold Group Hong Kong Limited oder ein anderes von ihm zu 100 Prozent kontrolliertes Unternehmen zwischen 60 und 70 Prozent der stimmberechtigten Aktien des Bergwerks Sapadnaja-Kljutschi übernehmen. Damit sollen günstige Voraussetzungen für Investitionen bei der Umsetzung des Projekts geschaffen werden.

    Nach Angaben der russischen Regierung werden im Rahmen des Projekts bis zu 3.000 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Zudem werde der örtliche Haushalt mehr Steuern einnehmen. Darüber hinaus werde das Dokument, das von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden soll, zum Ausbau der Infrastruktur in Transbaikalien beitragen, hieß es in Moskau.

    Ein Konsortium, zu dem China National Gold Corporation (CNGC), die indische Sun Gold Ltd, der Fonds zur Förderung des Fernen Ostens sowie südafrikanische und brasilianische Fonds gehören, hatte sich zuvor bereit erklärt, bis zu 500 Millionen US-Dollar in das Kljutschewskoje-Feld zu investieren.

    Das Projekt war vor etwa zehn Jahren eingefroren worden, weil goldhaltiges Gestein der Lagerstätte schwer zu verarbeiten war. Aber CNGC hat entsprechende Erfahrungen im Umgang mit derartigen Rohstoffen. Es geht um die erste große Anlage Chinas in ein russisches Goldprojekt. Experten weisen aber darauf hin, dass sich die Investitionen nicht schnell werden bezahlt machen.

    Ende August 2016 hatte das russische Kartellamt mitgeteilt, dass China National Gold Group die Übernahme von 70 Prozent der Anteile an Kljutschewskoje demnächst zum Abschluss bringt. Verkäufer ist Sun Gold Ltd.

    Die Reserven des Golderzfeldes Kljutschewskoje werden nach den Kategorien A+B+C1 auf 47,8 Tonnen und nach der Kategorie C2 auf 26,6 Tonnen geschätzt. Die Förderlizenz ist im Besitz des Bergwerks Sapadnaja-Kljutschi, das noch von den Indern kontrolliert wird. Zuvor war die Schürfgemeinschaft Sapadnaja Hauptaktionär gewesen.

     

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    Tags:
    Golderzfeld Kljutschewskoje, Abkommen, CNGC, Transbaikalien, Russland, China