05:03 20 Oktober 2018
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    Christine Lagarde (r.) mit chinesischen Wirtschaftspolitikern bei IWF-Plenarsitzung in Washington

    Reichtum der Reichen: Eine Gefahr für die Weltwirtschaft

    © REUTERS / Yuri Gripas
    Wirtschaft
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    Wenn Einkommen ungleich verteilt sind, lahmt die Wirtschaft – diese These hat nicht etwa Die Linke im Bundestag präsentiert, sondern der Internationale Währungsfonds auf seiner Jahrestagung in Washington, schreibt „FAZ.NET“. Einige Länder stehen besonders in der Kritik.

    Diese Aussage des IWF sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit, schreibt das Blatt. Denn bei den globalen Währungshütern „mit ihrer neoliberalen Tradition“ habe lange Zeit gegolten, gerade die Ungleichheit nähre den Wohlstand.

    Internationaler Handel mache immer noch reich, so die Botschaft von IWF-Chefin Christine Lagarde laut der Zeitung. Doch müsse man die Früchte besser verteilen.

    Und genau daran hapert es: Die Ungleichheit sei in mehreren Industrieländern gestiegen, sie bleibe in vielen Aufsteigerländern hoch, sagt der Chefökonom des Währungsfonds, Maurice Obstfeld.

    Dabei wäre dieses Ungleichgewicht unkompliziert zu beseitigen:

    „Länder mit gesunden Haushalten wie etwa Deutschland sollten in Infrastruktur, Bildung und in die Gleichstellung von Mann und Frau investieren“, lautet ein Vorschlag des IWF.

    Und wer besonders stark vom Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre profitiert habe, der solle auch mehr dazu beitragen. Im Schnitt würden in den G-20-Ländern auf das oberste ein Prozent der Bevölkerung zehn Prozent des Volkseinkommens entfallen.

    In den USA aber würden die Superreichen laut IWF-Statistik rund 20 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung abbekommen. In Deutschland besitze diese Gruppe 15 Prozent der Wirtschaftsleistung.

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    Tags:
    Prognose, Weltwirtschaft, Risiko, Reichtum, Ungleichheit, G20, IWF, Christine Lagarde, USA