07:16 21 November 2017
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    Produktion von Röhren für Gaspipelines (Archivbild)

    Gashahn in fremder Hand: „Ukraine wird aufgeteilt und in Stücken verkauft“

    © Sputnik/ Alexander Kondratyuk
    Wirtschaft
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    Über drei Millionen Euro erhält die Züricher Rothschild Bank, um die Dezentralisierung – sprich: die Zerschlagung – des ukrainischen Gasnetzes zu verwalten. Das Geldhaus hat den Auftrag, Privatfirmen für den Betrieb ukrainischer Gasleitungen zu finden. Dies bedeutet letztlich den Ausverkauf des Landes, wie das Portal „rueconomics“ schreibt.

    Die Rothschild Bank sei nur eine jener „Finanzstrukturen transnationaler Größe“, die hinter der Geopolitik der Vereinigten Staaten stünden, schreibt die französische Netzzeitung „Agoravox“, die das russische Portal zitiert.

    Jetzt fungiert die Schweizer Bank gewissermaßen als eine Treuhandanstalt: Sie soll laut dem Portal das ukrainische Gastransportnetz an private Investoren bringen und erhält dafür 3,15 Millionen Dollar.

    Klar, dass Rothschild in diesem Schema nicht an die Interessen der Ukraine denken werde, „sondern ausschließlich an den eigenen Profit“, so das Portal.

    „Das ukrainische Gaspipelinenetz wird binnen kürzester Zeit vollständig ausverkauft.“

    Die Ukraine werde „aufgeteilt und in Stücken verkauft“ – nicht zum Vorteil der Menschen, sondern der Bankiers.

    Für internationale Investoren ist das ukrainische Gaspipelinenetz „ein Leckerbissen“, wegen seiner Bedeutung für den Gastransit aus Russland nach Europa.

    „Jetzt aber gerät der Gashahn, der die Ukraine jahrelang am Leben gehalten hat, in die Hände der Rothschilds“, schreibt das Portal. „Solche Firmen hatten die Ukraine schon lange vor dem Maidan im Auge.“

    Es gebe ja genug Kräfte in der Welt, betont das Portal, die am Leid der ukrainischen Bevölkerung mitverdienen wollten. Das ukrainische Volk sei ohnehin durch Krieg und Massenarmut erschöpft, doch „die Rothschild Bank und ihresgleichen wussten solche Krisen immer schon für sich zu nutzen“. Seit Jahrzehnten würden Rohstoff-Kriege unter geopolitischem Mantel geführt.

    Europa wisse indes um die Bedeutung des ukrainischen Gasnetzes, schreibt das Portal weiter. Denn das Gas, das durch die ukrainische Röhre ströme, decke ein Drittel des gesamten Gasbedarfs der EU. Eben aus Sorge um dieses Gas hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der einstige französische Präsident Hollande die Minsker Abkommen initiiert – und eben aus Furcht vor der „Problem-Ukraine“ und ihrer Gas-Macht werde der Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vorangetrieben.

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    Tags:
    Gastransit, Verkauf, Gaspipeline, EU, Angela Merkel, Ukraine
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