07:02 16 Dezember 2019
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    Gasturbine aus Siemens-Produktion

    Siemens scheitert im Turbinen-Streit - Inbetriebnahme auf Krim erlaubt

    © AFP 2019 / Johannes Eisele
    Wirtschaft
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    Im Streit um Kraftwerksturbinen auf der Krim hat die Siemens AG eine zweite Niederlage erlitten: Am Montag lehnte ein russisches Gericht eine Berufung des deutschen Technologiekonzerns gegen das frühere Urteil des Moskauer Schiedsgerichts ab. Das war bereits der zweite Versuch der Siemens AG, eine Beschlagnahme der Turbinen durchzusetzen.

    Das Moskauer Schiedsgericht hatte bereits am 18. August einen Antrag des Münchner Konzerns abgelehnt, die Turbinen zu beschlagnahmen und ihre Inbetriebnahme zu untersagen. Die Siemens AG legte Berufung ein.

    „Das Urteil des Moskauer Schiedsgerichts bleibt (…) unverändert in Kraft, die Berufungsklage wird abgelehnt“, verkündete der zuständige Richter Pjotr Rumjanzew am Montag die Entscheidung der Berufungsinstanz.

    Die Siemens AG beschuldigt die russische Firma Technopromexport, die für ein Kraftwerk auf der südrussischen Halbinsel Taman bestimmten Turbinen trotz der EU-Sanktionen auf der Krim installiert zu haben. Der deutsche Konzern verlangt, das Geschäft rückgängig zu machen und die Turbinen von der Krim abzutransportieren. Die russische Firma erklärt dagegen, die Turbinen auf dem Sekundärmarkt gekauft und tiefgreifend modernisiert und umgebaut zu haben. Deshalb seien sie russische Fabrikate und befänden sich rechtmäßig auf der Krim.

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    Tags:
    Siemens, Krim, Russland