12:36 25 November 2017
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    Dollar und Euro

    Statt Dollar und Euro: Ankara will eigene Reservewährung im Handel

    © Sputnik/ Mihail Kutuzov
    Wirtschaft
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    Die Türkei plant, den Handel mit Russland, dem Iran und China in nationaler Währung auszubauen, wie der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sagte.

    „In der Welt wird in fünf Jahren vieles verändern, deshalb muss man auf den Übergang zum Handel in nationaler Währung vorbereitet sein. Das wird allen Seiten Nutzen bringen", so der Minister. "Ein solcher Schritt würde den Interessen eines jeden Landes, darunter von Russland, dem Iran, der Türkei, von China und Japan entsprechen.“

    Ihm zufolge gelten heutzutage vorwiegend der Dollar und der Euro als Reservewährungen. Nur 15 Prozent der Außenhandelsoperationen der Türkei würden in der nationalen Währung verrechnet, fügte der Minister hinzu.

    „Es ist notwendig, die nationale Währung in eine Reservewährung zu verwandeln. Wenn 1,5 Prozent vom 4-Prozent-Defizit bei Außenhandelsoperationen durch nationale Währung gedeckt werden, wird die Notwendigkeit einer Finanzierung aus dem Ausland entfallen. Bei der Hinwendung zum Binnenmarkt kann auch der negative Einfluss der Wechselkursschwankungen beseitigt werden“, so Zeybekçi.

    Er rechnet damit, Bedingungen für den Handel in nationaler Währung mit größeren Handelspartnern der Türkei, darunter in russischen Rubel sowie in iranischen und saudischen Rial, schaffen zu können.

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